Wenn das Wasser alles freilegt

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catalina_san Avatar

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Der Einstieg reißt sofort mit. Unwetter, Angst und rätselhafte Szenen greifen ineinander und erzeugen von Beginn an eine spürbare Bedrohung. Nichts wirkt ruhig oder sicher. Die Natur ist außer Kontrolle und genau in diesem Chaos entsteht ein Verbrechen, das sofort Fragen aufwirft.

Besonders spannend ist die Vielzahl an Andeutungen. Ein Brief, dessen Bedeutung sich noch nicht erschließt, kurze Einblicke in Gedanken, die Unheil versprechen, und Figuren, die unter enormem Druck stehen. Man merkt schnell, dass hier mehr verborgen liegt als ein einzelner Mord.

Alexa Jahn und Bernhard Krammer wirken vertraut und zugleich verletzlich. Beide kämpfen mit äußeren Umständen und inneren Sorgen. Die Ermittlungen beginnen nicht in geordneter Ruhe, sondern mitten im Ausnahmezustand. Das verleiht der Geschichte Tempo und emotionale Tiefe.

Nach diesem ersten Leseeindruck erwarte ich einen vielschichtigen Kriminalroman, der Spannung, Atmosphäre und persönliche Verstrickungen geschickt verbindet. Grenzfall fühlt sich auch in diesem Band intensiv, düster und sehr packend an.