die Fälle werden immer spannender

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kraberg Avatar

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Landunter gilt für die Gegend um Weilheim nachdem es tagelang gestürmt und geschüttet hat. Flüsse werden zu Bächen und reißendem Wildwasser. Vor nichts machen sie halt. Da sind alle Rettungskräfte von Polizei, Feuerwehr, THW rund um die Uhr im Einsatz. So auch Alexa Jahn, die bei der Weilheimer Kripo arbeitet. Sie und ihr Kollege Florian Huber sollen die Koordination der Einsätze übernehmen, Vermisstenmeldungen aufnehmen, mit anderen Worten sie sollen dafür sorgen, dass alles so weit es geht geordnet abläuft und keine Panik unter der Bevölkerung ausbricht. Keine leichte Aufgabe. So hat mir auch die Stelle im Buch, als Alexa einen verzweifelten Feuerwehrmann betend in seiner Pause in der Kirche antrifft, Gänsehaut gemacht.
Bei dem Ausmaß der Zerstörungen und der stetig ansteigen Zahl der Vermissten oder in Not geratenen Menschen, fällt es schwer die Übersicht zu behalten. Huber ist sich seiner Verantwortung als Koordinator voll bewusst, bewertet die Lage laufend neu und passt seine Anweisungen entsprechend an. Dagegen kam mir Alexa etwas unkoordiniert vor. Zu sehr auf Einzelschicksale fixiert. Sie würde am liebsten jedem und allen gleichzeitig helfen. So kommt es auch, dass sie wegen des Hinweises einer Camperin in die Berge aufbricht. Eine Entscheidung, die nicht nur ein mehr als 20 Jahre altes Geheimnis ans Licht bringt, es hat mir auch unwahrscheinlich spannende Lesestunden verschafft. Ich fand es sehr geschickt von der Autorin immer wieder in kursiver Schrift die Briefe einer Mutter an ihre Tochter einfließen zu lassen, wie auch die kranken Gedanken eines Mannes. Bei mir waren das Spannungstrigger, gerade, weil ich deren Zusammenhang mit dem aktuellen Fall nicht geahnt habe. Super gemacht. Darum gibt’s von mir auch 5 Lese-Sterne.