Die Karwendelregion im Ausnahmezustand

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knorki Avatar

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Inhalt:

Ein heftiges Unwetter hat die deutsch-österreichische Grenzregion fest im Griff. Seit Tagen regnet es im Karwendel, Flüsse treten über die Ufer, Täler sind überschwemmt. Alexa Jahn und ihre Kollegen von der Kripo Weilheim haben alle Hände voll zu tun.

Chefinspektor Bernhard Krammer wird unterdessen in Österreich mit seiner Kollegin Rosa Zabo auf einen neuen Fall angesetzt: 6 Jugendliche sind trotz des Unwetters zu einer Fahrradtour in die Berge aufgebrochen und niemand weiß, wo sie sich befinden.

Als Alexa während der Suche nach Vermissten am Fuße einer Schlucht auf einen Toten stößt, der zweifelsohne ermordet wurde, treffen sich die Wege der deutschen und osterreichischen Ermittler. Gemeinsam stoßen sie auf eine ungeheuerliche Geschichte.

Meine Meinung:

Nachdem mir die vorherigen Teile der im deutsch-österreichischen Grenzgebiet spielenden Grenzfall-Reihe sehr gut gefallen haben, habe ich mich sehr auf diesen sechsten Band gefreut. Auch wenn die Vorgeschichte insbesondere für die Beziehung der Charaktere eine Rolle spielt, sind die Fälle in sich abgeschlossen und können daher auch problemlos unabhängig voneinander gelesen werden.

Die Protagonisten der Reihe, Alexa Jahn von der Kripo Weilheilm und Bernhard Krammer vom Innsbrucker Landeskriminalamt, sind mir bereits aus den vorherigen Büchern bekannt und sympathisch. Auch wenn ihre Beziehung nicht immer ganz leicht war, sind sie inzwischen ein gutes Team und unterstüutzen sich gegenseitig wo es geht. Es macht Spaß, sie und ihre jeweiligen Kollegen bei den Ermittlungen zu begleiten.

Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt angenehm zu lesen. Das Setting ist sehr gelungen, insbesondere die Beschreibungen der Örtlichkeiten, der Landschaft, aber auch des Unwetters und seine verheerenden Auswirkungen. Ein absolute Ausnahmezustand - nicht nur für alle Bewohner der Gegend sondern insbesondere auch für die sich im Dienst befindlichen oder auch freiwilligen Helfer, die rund um die Uhr im Einsatz sind. Die Beschreibungen der Einsatzbereitschaft, aber auch die psychische und physische Belastungen, die die Autorin aufzeigt, und den Respekt, den die Autorin den Helfern in zollt, haben mir sehr gefallen - Hier merkt man finde ich sehr den Respekt der Autorin vor der Einsatzbereitschaft zollt.

Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt angenehm zu lesen. Besonders gelungen ist das Setting - vorallem die Beschreibungen der Orte, der Landschaft, aber auch des Unwetters und seiner verheerenden Auswirkungen. Die Autorin zeichnet ein Bild eines absoluten Ausnahmezustands, nicht nur für die Bewohner der Region, sondern insbesondere auch für die Einsatzkräfte und freiwilligen Helfer, die rund um die Uhr im Einsatz sind und unter teils hohen psychischen und physischen Belastungen stehen. Da fehlt es natürlich gerade noch, dass Alexa mehr oder weniger über eine Leiche stolpert. Der Plot an sich hat mir gut gefallen, meiner Meinung nach gibt es aber zu viele Fälle, in denen Alexa und Krammer mit ihren jeweiligen Kollegen ermitteln, ohne dass sie am Ende in einem wirklichen Zusammenhang stehen. Gerade in der ersten Hälfte des Buches geht dies leider ein wenig zu Lasten der Spannung. Trotzdem hat mir insbesondere die zweite Häkfte des Buches gut gefallen inklusive der schockierenden Auflösung, die man sich als Leser zwar bereits nach und nach zusammenreimen kann, deren ganzes Ausmaß am Ende aber trotzdem fassungslos macht.

Fazit:

Gelungenes Setting, aber für mein Empfinden zu viele Fälle, in denen ermittelt wird, was in der 1. Hälfte etwas zu Lasten der Spannung geht. Trotzdem definitiv lesenswert, ich freu mich schon auf den nächsten Band der Reihe!