Etwas Ungutes liegt in der Luft

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girasole Avatar

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In der Gegend um Weilheim herrscht im Moment schlimmstes Wetterchaos. Die Regenfälle haben zu Überflutungen geführt, es müssen Menschen evakuiert werden und leider werden auch schon etliche Personen als vermißt gemeldet. Oberkommissarin Alexa Jahn und ihr Kollege Florian Huber haben alle Hände voll zu tun und gehen dabei körperlich und psychisch an ihre Grenzen. Huber übernimmt sehr umsichtig die Einsatzleitung der Rettung und Alexa kümmert sich um die Listen der Geretteten, stimmt sie mit der Liste der Vermißten ab und kümmert sich persönlich um Einzelschicksale. Und dann wird von einem Heli ein Toter in einer Schlucht entdeckt – ermordet!

In Innsbruck erhält zeitgleich Chefinspektor Bernhard Krammer von Dr. Gehringer eine Meldung, daß seine jugendlichen Zwillinge Benjamin und Merle zusammen mit Freunden zu einer Berghütte unterwegs sind und ihre Ankunft dort nicht gemeldet haben. Auf Krammers Suche bekommt er eine Information, die ihn über die Grenze in nach Andechs führt, wo er Nachforschungen zu einem Wanderpärchen aufnimmt. Hier treffen dann die Suche von Österreich und Deutschland zusammen, denn Alexa hatte u. a. eine Meldung von einer verletzten Wanderin.

In einem kursiv gedruckten Text beschreibt eine Mutter ihr unsägliches Leid und verwahrt den Brief in einer Plastikflasche in der Hoffnung, daß diese gefunden wird.

Am Ende werden alle Stränge verwoben und auch dieser 6. Fall kann erfolgreich abgeschlossen werden.


Wie bereits in den Vorgängerbänden hat Anna Schneider bewiesen, daß sie spannend schreiben kann. In diesem 6. Fall wurde das Wetter zu einem dominanten Thema. Die Angst ums Überleben wurde sehr realistisch und authentisch beschrieben. Durch die ständigen Perspektivwechsel hat die Autorin die Spannung und das Tempo hoch gehalten. Als Leser springt man von der Einsatzzentrale zur Berghütte, zum Bauernhof der Schorns, zur schreibenden Mutter und zu den Ermittlern Alexa Jahn mit Hund Oskar und Bernhard Krammer. Alexa und Florian sind auch im vorliegenden Fall sehr sympathisch, harmonieren in ihrem Arbeitsalltag und geben alles was ihnen in dieser Ausnahmesituation möglich ist. Bernhard Krammer hingegen ist etwas in Sorge um Alexas Privatleben und will seine Tochter vor einem falschen Freund bewahren. Seine Kollegin Roza Szabo ist immer hilfreich an seiner Seite. Sehr berührend und bewegend ist die Geschichte der Mutter, mehr will ich dazu nicht verraten.

Das Cover ist perfekt auf die Geschichte abgestimmt.

Für mich war das der beste Fall dieser Reihe, ich hatte packende Lesestunden und von mir bekommt der Krimi eine unbedingte Leseempfehlung!