Für mich ein Volltreffer

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lesemaus2021 Avatar

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Der mittlerweile sechste Fall hat es wieder ordentlich in sich. Das Buch beginnt mit einem heftigen Unwetter und unglaublichen Regenfällen, die stark an die Naturkatastrophe damals im Ahrtal erinnern. Egal wie schlimm solche Ereignisse sind, irgendwann verblassen sie. Gerade deshalb finde ich es richtig gut, dass Anna Schneider dieses Thema aufgegriffen hat und eindringlich daran erinnert, wie gefährlich solche Unwetter sind. Auch die Umsetzung des Themas beim Buchcover finde ich sehr gelungen. Die Autorin steht für komplexe Handlungsstränge und das liebe ich so. Durch die in sich verbundenen Handlungsabläufe und unterschiedliche Erzählperspektiven ist eine permanente Spannung vorhanden und keine Spur von unnötigen Längen. Sehr emotional fand ich die geheimnisvollen Briefe einer Mutter an ihre Tochter, die zwischendurch immer wieder Thema sind. Die Briefe haben mich sehr bewegt und natürlich viel Platz zum spekulieren gelassen. Natürlich kommt auch wieder das Zwischenmenschliche nicht zu kurz. Da ich die Grenzfall Reihe seit dem ersten Fall verfolge, gefällt mir die Weiterentwicklung der Protagonisten sehr. Die Charaktere sind authentisch und wirken echt, so dass es unglaublich leicht ist sich mit ihnen zu identifizieren und eine Beziehung aufzubauen. Der Schreibstil von Anna Schneider ist gewohnt flüssig, unterhaltsam und herrlich bildlich. Die Auflösung des Falles fand ich stimmig und tragisch zugleich. Alles passte perfekt zusammen und der Fall ging mächtig unter die Haut.
Spätestens ab Mitte Dezember erinnere ich mich jedes Jahr automatisch daran, dass im Januar der neue Grenzfall erscheint. Ich finde das spricht für diese absolut spannende Krimireihe.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.