Grenzfall

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Ich habe bisher alle „Grenzfälle“ von Anna Schneider gelesen und mit großer Begeisterung verschlungen.
Dieser Teil ist der erste, bei dem es mir (zu Beginn jedenfalls) schwer fiel, weiterzulesen und dranzubleiben.
Verschiedene Handlungsstränge gehören bei diesen Büchern dazu, jedoch fand ich es dieses Mal sehr durcheinander. Bis ungefähr in die Hälfte des Buches, wird das Unwetter ausufernd beschrieben. Natürlich hilft dies dabei, die Lage anschaulich darzustellen und die Vorstellungskraft der LeserInnen anzuregen.
Jedoch lässt der im Klappentext erwähnte Todesfall lange auf sich warten. So dauert es bis ca. in die Hälfte des Buches bis tatsächlich etwas passiert.
Ich persönlich finde es schade, dass die eigentlich spannende Story viel zu kurz kommt und in der zweiten Hälfte des Buches zu schnell abgehandelt wird.
Das Buch endet abrupt mittendrin, so dass die Handlungsstränge offen bleiben. Für die Protagonisten Jahn und Krammer ist dies nicht weiter schlimm, jedoch hätte ich mir für die Charaktere, die ausschließlich in diesem 6. Teil vorkommen, ein weniger abruptes Ende gewünscht.

Wäre dies mein erster Grenzfall gewesen, würde ich mir überlegen, ob ich die vorherigen bzw. nachfolgenden Teile lesen würde.
Nichtsdestotrotz freue ich mich schon auf die Fortsetzung und hoffe hier auf einen ähnlich guten Teil wie zu Beginn der Reihe.