Naturkatastrophe und Mord - zwei Schrecken auf einmal
Ein Krimi, der zu Beginn eher wie ein Katastrophenroman wirkt und sich am Ende fast zu einem Thriller entwickelt, ist eine treffende Umschreibung für diesen äußerst spannenden Fall von Alexa Jahn und Bernhard Krammer.
Durch heftige Unwetter in der Grenzregion Karwendel reißt die Flut alles mit sich, was nicht niet- und nagelfest ist. Alexa Jahn und ihr Kollege Florian Huber sind pausenlos als Polizeikräfte im Einsatz. Bernhard Krammer wiederum geht auf österreichischer Seite einem Vermisstenfall nach. Das Besondere an diesem Roman ist, dass die Naturkatastrophe der gesamten Geschichte eine ganz eigene, dramatische Atmosphäre verleiht.
Der Autorin ist es gelungen, die Gewalt der Wassermassen sehr lebendig zu beschreiben. Ich war sowohl von der Tragik als auch von den Herausforderungen im Kampf gegen die Flut sehr gefesselt. Durch verschiedene Erzählebenen schafft sie zudem immer wieder Abwechslung in der Handlung.
Alexa hat meiner Meinung nach etwas weniger Anteil an der Handlung als in den vergangenen Bänden, was mich persönlich jedoch nicht gestört hat. Sie ist eine selbstbewusste Frau, die stets versucht zu helfen und ihren Beruf eher als Berufung denn als bloßen Job versteht. Ihr Kollege Florian Huber scheint immer mehr aufzutauen und sich zu öffnen, und ich bin gespannt, welche Entwicklung er noch nehmen wird. Bernhard Krammer hingegen ist stoisch und ruhig und versucht meist, sein Innenleben nicht nach außen zu kehren.
Der Fall selbst ist meiner Ansicht nach sehr gut in die Rahmenhandlung der Katastrophe integriert. Auch die Nebengeschichte der jungen Merle mit ihrer besonderen Wandergruppe fügt sich stimmig in das Gesamtgeschehen ein.
Gegen Ende des Buches findet man sich mitten in einem Thriller wieder, und das ganze Ausmaß des Wahnsinns kommt eindrucksvoll zur Geltung. Besonders großartig fand ich, dass man intensiv miträtseln konnte und dennoch lange keine Ahnung hatte, in welche Richtung sich die Ermittlungen entwickeln würden.
Ein Krimi, der mehr Thriller als klassischer Kriminalroman ist, gerade dadurch aber eine enorme Wirkung entfaltet. Auch wenn ich aus den vorherigen Bänden mehr reine Krimielemente gewohnt war, hat mich dieses Buch vollkommen gepackt. Für mich ist es bislang das interessanteste und beste Buch der Reihe, was vor allem an den vielen Erzählsträngen und Nebengeschichten liegt, die mir ein ganz besonderes Leseerlebnis beschert haben.
10/10 Punkte
Durch heftige Unwetter in der Grenzregion Karwendel reißt die Flut alles mit sich, was nicht niet- und nagelfest ist. Alexa Jahn und ihr Kollege Florian Huber sind pausenlos als Polizeikräfte im Einsatz. Bernhard Krammer wiederum geht auf österreichischer Seite einem Vermisstenfall nach. Das Besondere an diesem Roman ist, dass die Naturkatastrophe der gesamten Geschichte eine ganz eigene, dramatische Atmosphäre verleiht.
Der Autorin ist es gelungen, die Gewalt der Wassermassen sehr lebendig zu beschreiben. Ich war sowohl von der Tragik als auch von den Herausforderungen im Kampf gegen die Flut sehr gefesselt. Durch verschiedene Erzählebenen schafft sie zudem immer wieder Abwechslung in der Handlung.
Alexa hat meiner Meinung nach etwas weniger Anteil an der Handlung als in den vergangenen Bänden, was mich persönlich jedoch nicht gestört hat. Sie ist eine selbstbewusste Frau, die stets versucht zu helfen und ihren Beruf eher als Berufung denn als bloßen Job versteht. Ihr Kollege Florian Huber scheint immer mehr aufzutauen und sich zu öffnen, und ich bin gespannt, welche Entwicklung er noch nehmen wird. Bernhard Krammer hingegen ist stoisch und ruhig und versucht meist, sein Innenleben nicht nach außen zu kehren.
Der Fall selbst ist meiner Ansicht nach sehr gut in die Rahmenhandlung der Katastrophe integriert. Auch die Nebengeschichte der jungen Merle mit ihrer besonderen Wandergruppe fügt sich stimmig in das Gesamtgeschehen ein.
Gegen Ende des Buches findet man sich mitten in einem Thriller wieder, und das ganze Ausmaß des Wahnsinns kommt eindrucksvoll zur Geltung. Besonders großartig fand ich, dass man intensiv miträtseln konnte und dennoch lange keine Ahnung hatte, in welche Richtung sich die Ermittlungen entwickeln würden.
Ein Krimi, der mehr Thriller als klassischer Kriminalroman ist, gerade dadurch aber eine enorme Wirkung entfaltet. Auch wenn ich aus den vorherigen Bänden mehr reine Krimielemente gewohnt war, hat mich dieses Buch vollkommen gepackt. Für mich ist es bislang das interessanteste und beste Buch der Reihe, was vor allem an den vielen Erzählsträngen und Nebengeschichten liegt, die mir ein ganz besonderes Leseerlebnis beschert haben.
10/10 Punkte