stürmisch und sprunghaft
Der aktuelle Teil ist bereits der sechste Band der Serie und nachdem ich alle vorigen Teile gelesen habe, war ich bereits mit den Ermittler*innen vertraut und konnte mich somit relativ schnell in die aktuellen Ermittlungen einfinden. Der Teil selbst ist in sich abgeschlossen und kann theoretisch auch ohne Vorwissen gelesen werden, allerdings hat man mehr Lesespaß, wenn man über die beruflichen und privaten Angelegenheiten der Hauptcharaktere bescheid weiß. Alexa hat diesmal nicht nur mit komplexen Ermittlungen zu Todesfällen zu kämpfen, sondern auch mit einer dramatischen Unwettersituation. Dies wird sehr detailliert geschildert, an manchen Stellen vielleicht sogar etwas überstrapaziert, sodass die Todesfälle bzw. die Hintergründe dafür zu kurz kommen. Krammer ermittelt an einem eigenen Fall, aber am Ende überschneiden sich die Fälle wieder und es führt zu Überlappungen und gemeinsamen Ermittlungen. Die unterschiedlichen Fälle hatten für mich zu Beginn kaum einen Zusammenhang erkennen lassen und dies blieb auch über lange Zeit weiterhin so, erst am Ende werden die Handlungsstränge geklärt und die offenen Fragen beantwortet. Mir war der Schluss allerdings zu abrupt und zu schnell abgehandelt, vor allem, da vorher auch sehr ausführlich über die Wettersituation und dergleichen berichtet wurde. Hier hätte ich mir mehr Platz für genauere Hintergründe und Erklärungen gewünscht. Gewalt gegen Frauen ist diesmal ein wichtiges Thema, das auch mit dem nötigen Respekt behandelt wird und hier mehrfach eingeflochten wird. Alexas Freundin, Reflexionspartnerin und Psychologin Leni kommt mir in diesem Teil viel zu kurz, sie kommt nur am Rande vor. Dies finde ich schade, da mir gerade der Austausch untereinander und ihr psychologischer Input sehr gut gefallen haben in den vorigen Teilen. Ich würde im nächsten Teil gerne wieder mehr von ihr lesen, vielleicht auch in einem aktiveren Part.