Gedanken der Orientierungslosigkeit

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ropex Avatar

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Die Leseprobe zieht einen sofort in ihren Bann. Der ruhige, sehr detailreiche Schreibstil erzeugt eine dichte, leicht unheimliche Atmosphäre, obwohl äußerlich scheinbar wenig passiert. Die Autofahrt der namenlosen Frau wird zu einem intensiven Blick in ihre Gedankenwelt voller Erinnerungen, Unsicherheiten und innerer Konflikte. Der Spannungsaufbau ist subtil, aber wirkungsvoll, da man mit jeder falschen Abzweigung stärker spürt, dass diese Fahrt mehr bedeutet als nur ein Umweg. Die Hauptfigur wirkt realistisch und verletzlich, ihre Beziehung zu ihrem Mann und ihr Bedürfnis nach Freiheit lassen viele Fragen offen. Ich erwarte eine psychologisch tiefgehende Geschichte über Orientierung, Entscheidungen und Selbstbestimmung und möchte unbedingt weiterlesen.