keine leichte Geschichte

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lesefin__ Avatar

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Mein erster Eindruck vom Buch ist ziemlich stark. Das Cover ist unaufgeregt und eher zurückhaltend, was gut passt, weil die Geschichte ihre Spannung nicht offen vor sich herträgt. Der Schreibstil ist besonders: lange Sätze, viele Gedanken, Abschweifungen, Erinnerungen... genau so, wie es sich im Kopf anfühlt, wenn man allein unterwegs ist und zu viel Zeit zum Nachdenken hat. Beim Lesen wird man langsam nervös, obwohl eigentlich gar nicht viel passiert. Gerade dieses Verirren, äußerlich wie innerlich, erzeugt Spannung. Die Hauptfigur wirkt sehr menschlich, ein bisschen verloren, ein bisschen genervt vom eigenen Leben und von den Erwartungen der anderen. Ich erwart keine leichte Geschichte, sondern eine, die sich mit Beziehungen, Entscheidungen und Selbsttäuschung beschäftigt. Weiterlesen würde ich, weil ich wissen will, wie weit diese Nacht noch geht und was am Ende davon übrig bleibt.