Auf dem Gedankenstrom
Die Protagonistin, sie wird sich später Amy nennen, ist auf dem Heimweg, als sie durch eine Auffahrtsperrung eine falsche Abbiegung nimmt und immer weiterfährt. Weg von einem Leben, in das sich hineingeschlittert war und aus dem sie nun ausbrechen will, weg vor allem von ihrem Ehemann. Und so fährt sich immer weiter.
Esther Schüttpelzs „Grüne Welle“ rauscht im Gedankenstrom durch die 24 Stunden andauernde Flucht der Protagonistin und so manche Überraschung sitzt auf dem Beifahrersitz, wie man es bei einem Roadtrip erwartet. So tauchen zwei junge Frauen auf, und ein Reh spielt eine Rolle. Doch nicht nur „die Frau“ kommt zu Wort, sondern auch ihre beste Freundin, die ihr Verschwinden sogleich als Flucht erkennt, sie dafür feiert und eine weitere Perspektive eröffnet.
Durch den Gedankenstrom, den man wohl entweder liebt oder hasst, kommt der Roman unaufgeregt daher, was die Flucht und dessen Auslöser aber mitnichten schmälert. Viele kluge Gedanken werden verdichtet und rauschen gleichzeitig an einem vorbei, über das Leben, Feminismus und wie es so weit kommen konnte mit der Protagonistin.
Sprachlich ist es solide und eine wunderbare Abwechslung in der Literatur, auf die man sich allerdings einlassen muss. Wenn man es tut, bekommt man eine Woolfsche Erfahrung moderner Art. Außerdem kann ich mir diesen kurzweiligen, klugen Roman wunderbar als Film vorstellen, mit seinen absurden, manchmal sogar komischen Facetten. Er hat einen ganz besonderen Charme, dem ich mich nicht entziehen konnte.
Esther Schüttpelzs „Grüne Welle“ rauscht im Gedankenstrom durch die 24 Stunden andauernde Flucht der Protagonistin und so manche Überraschung sitzt auf dem Beifahrersitz, wie man es bei einem Roadtrip erwartet. So tauchen zwei junge Frauen auf, und ein Reh spielt eine Rolle. Doch nicht nur „die Frau“ kommt zu Wort, sondern auch ihre beste Freundin, die ihr Verschwinden sogleich als Flucht erkennt, sie dafür feiert und eine weitere Perspektive eröffnet.
Durch den Gedankenstrom, den man wohl entweder liebt oder hasst, kommt der Roman unaufgeregt daher, was die Flucht und dessen Auslöser aber mitnichten schmälert. Viele kluge Gedanken werden verdichtet und rauschen gleichzeitig an einem vorbei, über das Leben, Feminismus und wie es so weit kommen konnte mit der Protagonistin.
Sprachlich ist es solide und eine wunderbare Abwechslung in der Literatur, auf die man sich allerdings einlassen muss. Wenn man es tut, bekommt man eine Woolfsche Erfahrung moderner Art. Außerdem kann ich mir diesen kurzweiligen, klugen Roman wunderbar als Film vorstellen, mit seinen absurden, manchmal sogar komischen Facetten. Er hat einen ganz besonderen Charme, dem ich mich nicht entziehen konnte.