Aus dem Rahmen
Eine Frau setzt sich nach dem allmonatlichen Kinoabend mit ihrer Freundin ins Auto - und fährt nicht nach Hause.
Sie ist Künstlerin und noch vor 14 Jahren hat sie ihre Kunst explizit feministisch eingeordnet. Seit 14 Jahren ist sie mit einem Anwalt zusammen, der sich ihre mangelnde Verwurzelung in sich selbst zunutze gemacht hat, gern hehr dahinmonologisiert, und nichts dabei findet, sie körperlich zu verletzen, abzuwerten, sie zu kontrollieren.
Die Geschichte beginnt aus Sicht einer geradezu offensiv neutralen Erzählerin, die dann aber nahtlos von einer auktorialen Erzählerin mit Betonung auf inneren Monologen abgelöst wird; schließlich wird mal aus der einen, mal der anderen Perspektive weitererzählt. Mir hat das extrem gut gefallen.
Hinzu tritt noch ein Handlungsstrang, der die Freundin der Frau abbildet.
Begeistert hat mich, wie „die Frau“ - niemals erfahren wir ihren Namen - sich im Lauf der Erzählung mit jedem Meter weniger vormacht, sie sei wie immer auf dem Rückweg in ihre quälende Paarbeziehung.
Ein paar zusätzliche Schlenker zum Ende hin hätte es vielleicht nicht gebraucht.
Aber die Erzählung in ihrer Gesamtheit bringt uns die Protagonistin, ihre Wünsche, Träume und Ängste - durch vermeintliche Beobachtung, geleitet von der neutralen und der auktorialen Erzählweise - sehr nahe.
Dieser Roman ist in keiner Weise actionreich, und so faszinierend und fesselnd, dass ich ihn innerhalb kürzester Zeit weggelesen hatte.
Sie ist Künstlerin und noch vor 14 Jahren hat sie ihre Kunst explizit feministisch eingeordnet. Seit 14 Jahren ist sie mit einem Anwalt zusammen, der sich ihre mangelnde Verwurzelung in sich selbst zunutze gemacht hat, gern hehr dahinmonologisiert, und nichts dabei findet, sie körperlich zu verletzen, abzuwerten, sie zu kontrollieren.
Die Geschichte beginnt aus Sicht einer geradezu offensiv neutralen Erzählerin, die dann aber nahtlos von einer auktorialen Erzählerin mit Betonung auf inneren Monologen abgelöst wird; schließlich wird mal aus der einen, mal der anderen Perspektive weitererzählt. Mir hat das extrem gut gefallen.
Hinzu tritt noch ein Handlungsstrang, der die Freundin der Frau abbildet.
Begeistert hat mich, wie „die Frau“ - niemals erfahren wir ihren Namen - sich im Lauf der Erzählung mit jedem Meter weniger vormacht, sie sei wie immer auf dem Rückweg in ihre quälende Paarbeziehung.
Ein paar zusätzliche Schlenker zum Ende hin hätte es vielleicht nicht gebraucht.
Aber die Erzählung in ihrer Gesamtheit bringt uns die Protagonistin, ihre Wünsche, Träume und Ängste - durch vermeintliche Beobachtung, geleitet von der neutralen und der auktorialen Erzählweise - sehr nahe.
Dieser Roman ist in keiner Weise actionreich, und so faszinierend und fesselnd, dass ich ihn innerhalb kürzester Zeit weggelesen hatte.