Beeindruckend, aber teilweise fordernd
Vorweg: "Grüne Welle" ist kein Buch, das "mal eben so nebenbei" gelesen werden kann. Vielmehr fordert er die gesamte Konzentration, damit die Finessen und Feinheiten der sprachlichen Beschreibung in voller Gänze ihre Wirkung zeigen können. An den Schreibstil musste ich mich zunächst gewöhnen; ist er doch anders als viele Bücher heutzutage, die "mal eben so" in die Hand genommen werden, nebenbei läuft vielleicht der Fernseher, es wird nicht immer jeder Satz in Gänze erfasst, aber das ist auch nicht wichtig. Hier ist es anders. Hat man sich erstmal an den Schreibstil gewöhnt, entfaltet sich eine spannende Geschichte (primär) aus der Perspektive einer Frau, die nach einem Kinobesuch nicht nach Hause fährt. Ihre Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit, Gegenwart und auch Zukunft ist spannend und ich habe bis zum Schluss mitgefiebert, wie diese Geschichte wohl zu enden vermag.