Distanziert
Nach einem Kinobesuch mit ihrer besten Freundin fährt eine Frau in ihrem Auto nach Hause. Doch eine Umleitung bringt sie auf eine andere Straße und andere Gedanken. Und so wird der Weg vor ihr zu einem Weg zu sich selbst zurück. Und sie fragt sich, warum sie sich selbst verloren hat und sucht Umwege, um nicht zu ihrem Mann nach Hause zurückzukehren. Es entwickelt sich eine Art Roadtrip, wobei die Protagonistin die meiste Zeit alleine ist. Wir tauchen zwar in ihre Gedankenwelt und Erinnerungsfetzen ab, doch bleibt die Erzählstimme stets distanziert. Der Leser weiß nicht so recht, was passiert, denn die Frau handelt impulsiv.
Der Debütroman von Esther Schüttpelz hat mir wahnsinnig gut gefallen, daher wollte ich dieses zweite Buch von ihr unbedingt lesen. Man merkt schon, dass es ihr Stil ist, obgleich sie hier erzählerisch etwas Neues probiert. Dennoch konnte mich der Roman nicht ganz überzeugen, da für mich etwas Tiefe fehlt. Das Ende stört mich in dieser Form nicht, aber insgesamt findet doch wenig Reflexion der Frau statt. Zwar ist der Plot ungewöhnlich und zugleich gelungen, doch fehlte mir einfach die Nähe zur Protagonistin und die Nähe der Protagonistin zu sich selbst.
Der Debütroman von Esther Schüttpelz hat mir wahnsinnig gut gefallen, daher wollte ich dieses zweite Buch von ihr unbedingt lesen. Man merkt schon, dass es ihr Stil ist, obgleich sie hier erzählerisch etwas Neues probiert. Dennoch konnte mich der Roman nicht ganz überzeugen, da für mich etwas Tiefe fehlt. Das Ende stört mich in dieser Form nicht, aber insgesamt findet doch wenig Reflexion der Frau statt. Zwar ist der Plot ungewöhnlich und zugleich gelungen, doch fehlte mir einfach die Nähe zur Protagonistin und die Nähe der Protagonistin zu sich selbst.