Durchwachsene Fahrt

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doralupin Avatar

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Nach dem Kinobesuch mit ihrer besten Freundin setzt sich eine Frau in ihr Auto und fährt heim – bis eine Umleitung sie von ihrem Weg abbringt. Sie verpasst Ausfahrt um Ausfahrt, entfernt sich immer weiter von ihrem Zuhause, wo ihr Mann auf sie wartet. Nach einer ganzen Nacht und dem folgenden Tag wird klar: Vielleicht wäre es besser, wenn sie nie wieder zu ihm zurückkehren würde. Denn so unheimlich die Finsternis der Landstraßen und Tankstellen auch ist, die wahre Gefahr lauert dort auf sie.

Der Klappentext des Buches hat mich richtig neugierig gemacht und auch der Anfang der Geschichte hat mir richtig gut gefallen. Der Schreibstil konnte mich zunächst in den Bann ziehen und ich war gespannt wie die Fahrt der Protagonistin, die zunächst nur als "die Frau" bezeichnet wird, so werden wird. Auch die anderen Protagonisten werden übrigens nicht mit Namen genannt, sondern heißen nur "Der Mann der Frau" oder "die Freundin der Frau". Dies macht die Geschichte ungewöhnlich und auch ein Stück unnahbar, andererseits könnte man so jeden beliebigen Namen einsetzten.

Als die Protagonistin also wegfährt und sich immer weiter von ihrem Wohnort entfernt hat mir gut gefallen, dann jedoch trifft die Frau auf zwei Mitreisende und irgendwie wirkte die Handlung dann in meinen Augen zunehmend unrealistisch und es gab einige zähe Passagen die mich nicht so mitreissen konnten. Erst gegen Ende konnte mich die Protagonistin durch eine Wendung überraschen und das Ende hat dann für mich wieder gepasst und war stimmig.

Fazit: Eine etwas durchwachsene Geschichte für mich. Es gab richtig gute Abschnitte in diesem Buch, aber teilweise auch etwas unlogische oder unrealistische. Wen der Klappentext aber interessiert, der sollte der Geschichte ruhig eine Chance geben.