Eine spannende Irrfahrt

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mariuszjn Avatar

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Esther Schüttpelz entführt uns in das Innere eines alten VW-Polos. Mit diesem Geschoss von Auto fahren wir gemeinsam mit der Protagonistin durch ein Wüst von Land- und Schnellstraßen. Beeindrucken schildert der Text die inneren Vorgänge der Protagonistin, in denen man sich selbst oft gespiegelt wieder finden kann. Ähnlich durcheinander, wie es der Fahrtweg der Hauptfigur ist, schießen die Vorhaben, Gedanken und Gefühle durch deren Kopf. Trotz diesen unüblichen Settings lässt sich der Text hervorragend lesen und entwickelt sich zu einem echten „Page-Turner“. Der größte Kritikpunkt ist die umständliche Formulierung „die Frau“, die für die Protagonistin gewählt wurde. Der Sinn dahinter ist vermutlich, dass das Abstrakte sowie die Hauptfigur als große Unbekannte zu erkennen, mit der wir uns selbst vielleicht auch identifizieren können. Darunter leidet aber der Lesefluss. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass es sich auf jeden Fall lohnt, diesen großartigen Roman zu lesen. Darüber hinaus ist das schicke Diogenes-typische Cover ein echter Hingucker und macht sich hervorragend im Bücherregal.