Eine Umleitung, ein totes Reh und eine ungeplante Nachtfahrt
đ Eine Frau (Amy, KĂŒnstlerin), fĂ€hrt nach einem Kinobesuch mit ihrer Freundin nicht etwas nachhause, sondern nach einer Umleitung gefĂŒhlt richtungslos durch die Nacht. Sie fĂ€hrt immer weiter, nimmt zwei Anhalterinnen mit und fĂ€hrt ein Reh tot. WĂ€hrend der Autofahrt wird peu Ă peu klar, dass der Ehemann, der da zuhause auf sie wartet, sich gegenĂŒber ihr alles andere als liebend und fĂŒrsorglich verhĂ€lt. Was die Frau mit ihrer immer bewusster werdenden Einsicht anfĂ€ngt, lohnt sich zu lesen!
âLange erzĂ€hlt @esther_rosa_schuettpelz in ihrem Roman immer nur von âder Frauâ und âder Freundin der Frauâ. Mein erster Reflex nach drei, vier Seiten war:
âBitte nicht, das nervt.â Aber je lĂ€nger sie die Geschichte erzĂ€hlt, die HintergrĂŒnde sichtbar werden und ich verstehe, worum es hier geht, desto begeisterter war ich vom ErzĂ€hlstil des Romans. Was fĂŒr eine tolle Idee, die Protagonistin namenlos starten zu lassen und man erst sehr viel spĂ€ter âper Amyâ ist.
âIch kann gar nicht genau greifen, was mich am Schreibstil der Autorin so begeistert, es ist die Kombination aus vielen Faktoren: die immer wiederkehrende Distanzierung von der Handlung mit der Einflechtung sehr schlauer Gedanken und Bemerkungen, die exzellente Beobachtungsgabe und die daraus resultierenden erstaunlichen Beschreibungen der Personen und ihrer Gedanken, die ĂŒberraschenden Metaphern und Vergleiche und wunderbare Formulierungen (âMĂŒdigkeit als Zufluchtszustandâ).
âSehr bereichernd empfand ich die Offenheit und den Einblick in die Gedanken der Frau, aber auch ihre Zweifel und Schuldzuweisungen an sich selbst. Die Konfrontation mit der RealitĂ€t nach dem Wildunfall nahm hier nochmal richtig Fahrt auf.
Ein sprachlich sehr abwechslungsreicher, ĂŒberzeugender Roman, der sich genauso unkonventionell wie klassisch dem Thema âHĂ€usliche Gewaltâ annimmt.
đŹ âMan kriegt nĂ€mlich nicht immer nur, was man verdient.â
âLange erzĂ€hlt @esther_rosa_schuettpelz in ihrem Roman immer nur von âder Frauâ und âder Freundin der Frauâ. Mein erster Reflex nach drei, vier Seiten war:
âBitte nicht, das nervt.â Aber je lĂ€nger sie die Geschichte erzĂ€hlt, die HintergrĂŒnde sichtbar werden und ich verstehe, worum es hier geht, desto begeisterter war ich vom ErzĂ€hlstil des Romans. Was fĂŒr eine tolle Idee, die Protagonistin namenlos starten zu lassen und man erst sehr viel spĂ€ter âper Amyâ ist.
âIch kann gar nicht genau greifen, was mich am Schreibstil der Autorin so begeistert, es ist die Kombination aus vielen Faktoren: die immer wiederkehrende Distanzierung von der Handlung mit der Einflechtung sehr schlauer Gedanken und Bemerkungen, die exzellente Beobachtungsgabe und die daraus resultierenden erstaunlichen Beschreibungen der Personen und ihrer Gedanken, die ĂŒberraschenden Metaphern und Vergleiche und wunderbare Formulierungen (âMĂŒdigkeit als Zufluchtszustandâ).
âSehr bereichernd empfand ich die Offenheit und den Einblick in die Gedanken der Frau, aber auch ihre Zweifel und Schuldzuweisungen an sich selbst. Die Konfrontation mit der RealitĂ€t nach dem Wildunfall nahm hier nochmal richtig Fahrt auf.
Ein sprachlich sehr abwechslungsreicher, ĂŒberzeugender Roman, der sich genauso unkonventionell wie klassisch dem Thema âHĂ€usliche Gewaltâ annimmt.
đŹ âMan kriegt nĂ€mlich nicht immer nur, was man verdient.â