Hartes Thema, skurrile Handlung
Diogenes Bücher haben für mich schon durch ihr Cover eine besondere Anziehungskraft. Werke wie die Benedict Wells bestätigen mich oft in meinen zugegebenermaßen hohen Erwartungen. Der Roman Grüne Welle passt stilistisch absolut in die Kategorie Diogenes - das Buch ist künstlerisch einmalig, regt zum nachdenken an und ist wenig vorhersehbar. Leider hat mich die Story überhaupt nicht gefesselt. Vieles bleibt unausgesprochen. Allgemein geschieht sehr wenig in den 24 Stunden der Romanhandlung. Das wenige das geschieht ist skurril bis absurd. Am Weltfrauentag bezeichnend, dass das Thema häusliche Gewalt angerissen wird und die Botschaft des Buches wohl löst ist, dass es für Außenstehende nicht leicht nachvollziehbar ist, wie schwierig es ist, dieser zu entkommen. Geplant hatte ich mir daher, dass der Roman mir zusagt.