Innere Zwischenwelten
Der kurze Roman „Grüne Welle“ von Esther Schüttpelz erzählt auf 206 Seiten eine scheinbar unspektakuläre Geschichte – aus der sich eine nachdenkliche Erzählung über Zweifel, Beziehungen und die Frage, wann man im Leben eigentlich falsch abgebogen ist, entwickelt.
Nach einem Kinobesuch mit ihrer besten Freundin macht sich die Erzählerin auf den Heimweg. Doch eine Umleitung bringt sie aus dem Konzept und aus der eigentlich kurzen Fahrt wird eine immer längere Strecke durch die Nacht. Die Erzählerin fährt weiter und während draußen Straßen, Tankstellen und Rastplätze vorbeiziehen, beginnt in ihrem Inneren ein gedanklicher Prozess.
Während der Fahrt denkt sie über ihre Ehe nach, über Erwartungen, Routinen und über das Gefühl, dass etwas nicht mehr stimmt. Das Unterwegssein bringt sie in eine Zwickmühle zwischen Aufbruch und Rückkehr, zwischen Gewohnheit und möglicher Veränderung. Viel Handlung im klassischen Sinn gibt es nicht, das Buch lebt von Beobachtungen, Erinnerungen und inneren Monologen.
Das ist sehr einprägsam geschrieben. Esther Schüttpelz findet eine klare, ruhige Sprache, die gut zu dieser nächtlichen Fahrt passt. Viele Gedanken wirken präzise formuliert und treffen oft einen Punkt in einem selbst. Trotzdem hat mich „Grüne Welle“ nicht ganz so abgeholt wie der Vorgänger der Autorin, "Ohne mich". Ein richtiger Sog, der mich komplett in die Geschichte hineinzieht, wollte sich diesmal nicht ganz einstellen. Dennoch ist es sehr prägnant geschrieben und mit einigen starken Gedanken immer noch sehr lesenswert.
Nach einem Kinobesuch mit ihrer besten Freundin macht sich die Erzählerin auf den Heimweg. Doch eine Umleitung bringt sie aus dem Konzept und aus der eigentlich kurzen Fahrt wird eine immer längere Strecke durch die Nacht. Die Erzählerin fährt weiter und während draußen Straßen, Tankstellen und Rastplätze vorbeiziehen, beginnt in ihrem Inneren ein gedanklicher Prozess.
Während der Fahrt denkt sie über ihre Ehe nach, über Erwartungen, Routinen und über das Gefühl, dass etwas nicht mehr stimmt. Das Unterwegssein bringt sie in eine Zwickmühle zwischen Aufbruch und Rückkehr, zwischen Gewohnheit und möglicher Veränderung. Viel Handlung im klassischen Sinn gibt es nicht, das Buch lebt von Beobachtungen, Erinnerungen und inneren Monologen.
Das ist sehr einprägsam geschrieben. Esther Schüttpelz findet eine klare, ruhige Sprache, die gut zu dieser nächtlichen Fahrt passt. Viele Gedanken wirken präzise formuliert und treffen oft einen Punkt in einem selbst. Trotzdem hat mich „Grüne Welle“ nicht ganz so abgeholt wie der Vorgänger der Autorin, "Ohne mich". Ein richtiger Sog, der mich komplett in die Geschichte hineinzieht, wollte sich diesmal nicht ganz einstellen. Dennoch ist es sehr prägnant geschrieben und mit einigen starken Gedanken immer noch sehr lesenswert.