Lesenswert
Zuallererst muss ich anmerken, dass ich bislang großer Fan von Esther Schüttelpelz bin und ihren Roman „Ohne mich“ sehr gerne gelesen habe. Ihr neuer Roman „Grüne Welle“ kommt mit einem schicken extravaganten Cover daher, der gut zu dem Titel passt und auch der Klappentext hat mir sehr zugesagt. Beginnt man den Roman zu lesen, so muss man sich initial doch erst einmal auf den recht nüchternen, fast sachlich-distanzierten Schreibstil gewöhnen, dem doch ein ganz gewisser Zauber innewohnt. Die namenlose Protagonistin verpasst nach dem monatlichen Kinobesuch mit ihrer Freundin auf dem Weg nach Hause eine Abzweigung und irrt nun ohne Handy und Navigation mit dem Auto umher, lässt ihre Gedanken kreisen, abschweifen und tiefe Blicke in ihr Inneres gewähren. Wir schwelgen in Erinnerungen und lassen wichtige Momente Revue passieren. Eine ganz tolle Charakterstudie mit eigenem Willen, die mir gut gefallen hat!