Macht nachdenklich
Nach dem monatlichen Kinobesuch mit der Freundin einmal falsch abgebogen und schon ist es geschehen. Die Frau befindet sich nicht auf dem Weg nach Hause, wo ihr Mann schon ungeduldig auf sie wartet, sondern auf einer Landstraße. Der Akku ihres Handys ist leer, sie kann weder Bescheid geben, dass sie sich verspäten wird, noch sich den Weg navigieren lassen. Also fährt sie weiter geradeaus, allein mit ihren Gedanken und dem Vorsatz, bei der nächsten roten Ampel umzukehren.
Wie der Titel “Grüne Welle” vermuten lässt, lässt die nächste rote Ampel eine Weile auf sich warten und so begleiten wir die Frau und ihre Gedanken, die von Erinnerung zu Erinnerung, von Überlegung zu Überlegung springen, auf ihrem ziellosen Roadtrip durch die Nacht und lernen sie dabei Stück für Stück kennen. Ab und zu wechselt die Perspektive und die Gedanken, Überlegungen und Erinnerungen sind die der Freundin der Frau, mit der sie im Kino war, und die die Frau schon seit einer kleinen Ewigkeit mal mehr mal weniger gut kennt.
“Grüne Welle” lässt sich nicht einfach beschreiben, obwohl – oder gerade weil – der Aufbau des Romans und seine Sprache eigentlich eher schlicht sind. Die Protagonistin bleibt unnahbar und ihre Entscheidungen nicht nachvollziehbar. Das ist auf der einen Seite ein wenig frustrierend. Gleichzeitig hat Esther Schüttpelz es auf diese Weise geschafft, ein wertfreies Portrait einer Frau zu zeichnen, die wie eine Schablone über tausend Leben gezogen werden könnte. Eine mittelalte Frau, die als junge Studierende große Pläne für ihre Zukunft hatte, auf die sie jetzt melancholisch zurückblickt. Die seit Jahren in einer Beziehung steckt, die sie sich so ganz sicher nicht vorgestellt hätte und die von ihrer ehemals besten, mittlerweile einzigen Freundin nicht gutgeheißen wird, weswegen sie nicht über sie spricht.
Der Roman ist keine Abenteuergeschichte. Er ist auch nicht die Art Buch, die dich zufrieden zurücklässt, weil ein Learning da war und ein happy end. “Grüne Welle” ist vielmehr eine Bestands- und Momentaufnahme, die zum Nachdenken anregt, ohne genau vorzugeben, in welche Richtung die Gedanken gehen sollen.
Ich habe es wirklich gerne gelesen, auch wenn ich mit meinem Nachdenken noch nicht fertig bin und deshalb auch noch kein ganz abschließendes Fazit geben kann.
Wie der Titel “Grüne Welle” vermuten lässt, lässt die nächste rote Ampel eine Weile auf sich warten und so begleiten wir die Frau und ihre Gedanken, die von Erinnerung zu Erinnerung, von Überlegung zu Überlegung springen, auf ihrem ziellosen Roadtrip durch die Nacht und lernen sie dabei Stück für Stück kennen. Ab und zu wechselt die Perspektive und die Gedanken, Überlegungen und Erinnerungen sind die der Freundin der Frau, mit der sie im Kino war, und die die Frau schon seit einer kleinen Ewigkeit mal mehr mal weniger gut kennt.
“Grüne Welle” lässt sich nicht einfach beschreiben, obwohl – oder gerade weil – der Aufbau des Romans und seine Sprache eigentlich eher schlicht sind. Die Protagonistin bleibt unnahbar und ihre Entscheidungen nicht nachvollziehbar. Das ist auf der einen Seite ein wenig frustrierend. Gleichzeitig hat Esther Schüttpelz es auf diese Weise geschafft, ein wertfreies Portrait einer Frau zu zeichnen, die wie eine Schablone über tausend Leben gezogen werden könnte. Eine mittelalte Frau, die als junge Studierende große Pläne für ihre Zukunft hatte, auf die sie jetzt melancholisch zurückblickt. Die seit Jahren in einer Beziehung steckt, die sie sich so ganz sicher nicht vorgestellt hätte und die von ihrer ehemals besten, mittlerweile einzigen Freundin nicht gutgeheißen wird, weswegen sie nicht über sie spricht.
Der Roman ist keine Abenteuergeschichte. Er ist auch nicht die Art Buch, die dich zufrieden zurücklässt, weil ein Learning da war und ein happy end. “Grüne Welle” ist vielmehr eine Bestands- und Momentaufnahme, die zum Nachdenken anregt, ohne genau vorzugeben, in welche Richtung die Gedanken gehen sollen.
Ich habe es wirklich gerne gelesen, auch wenn ich mit meinem Nachdenken noch nicht fertig bin und deshalb auch noch kein ganz abschließendes Fazit geben kann.