Möge die Fahrt nie enden
Esther Schüttpelz Protagonisten bleiben in ihrem zweiten Roman "Grüne Welle" größtenteils namenlos, der einzige Name, den man als Leser bekommt, ist lediglich Tarnung. Und Tarnung ist in den letzten Jahren bei der Protagonistin ein Schutzmechanismus geworden.
Sie ist nach dem Kinoabend mit ihrer Freundin, dass einzige worauf sie in ihrer Beziehung noch besteht, in ihr Auto gestiegen. Sie biegt bei einer Umleitung falsch ab, und ab da beginnt eine Art Mantra, dass sie bei der nächsten roten Ampel wieder umdreht, oder ihren Mann anruft, denn sie weiß, dass er sich Sorgen machen wird. Es schwingt aber von Anfang an ein Misston mit, und sie fährt weiter, denn sie hat grüne Welle. Das hört sich erstmal alles banal an, doch nach und nach offenbart die Autorin durch die Gedanken der Frau ein ungesundes Konstrukt. Als sie dann noch zwei Mädchen im Wagen mitnimmt, blitzt nach und nach der Freigeist durch, den sie früher hatte, ab da nennt sie sich Amy, weil ein Song der Sängerin Amy Winehouse im Radio läuft. Es wird so noch klarer, dass diese Beziehung sie einengt, ihr die Luft zum Atmen nimmt, die Grenze zum Missbrauch schon überschritten scheint.
Parallel zu der Handlung um die Frau bekommt man Eindrücke der Freundin, die vom Mann kontaktiert wird, weil seine Frau nicht nach Hause gekommen ist. Diese Sicht ist ebenso wichtig, denn sie zeigt,dass auch dort Unsicherheiten liegen, denn natürlich ist auch der Freundin aufgefallen,,dass etwas nicht stimmt. Wie kommt man an die Betroffene heran? Sorgt man vielleicht sogar dafür, dass sie sich noch mehr abwendet, wenn zu intensiv gebohrt wird?
Ein Roman, der mit leisen Tönen viel erreicht und zum nachdenken anregt. Ein heikles und sensibles Thema, interessant und realitätsnah umgesetzt. Auch wenn nicht viel Handlung stattfindet, hat der Text doch eine enorme Tiefe und offenbart dabei eine ganze Menge.
Das Ende, lässt sich vielfältig deuten, ich tendiere für mich dazu, dass es positiv ist.
Sie ist nach dem Kinoabend mit ihrer Freundin, dass einzige worauf sie in ihrer Beziehung noch besteht, in ihr Auto gestiegen. Sie biegt bei einer Umleitung falsch ab, und ab da beginnt eine Art Mantra, dass sie bei der nächsten roten Ampel wieder umdreht, oder ihren Mann anruft, denn sie weiß, dass er sich Sorgen machen wird. Es schwingt aber von Anfang an ein Misston mit, und sie fährt weiter, denn sie hat grüne Welle. Das hört sich erstmal alles banal an, doch nach und nach offenbart die Autorin durch die Gedanken der Frau ein ungesundes Konstrukt. Als sie dann noch zwei Mädchen im Wagen mitnimmt, blitzt nach und nach der Freigeist durch, den sie früher hatte, ab da nennt sie sich Amy, weil ein Song der Sängerin Amy Winehouse im Radio läuft. Es wird so noch klarer, dass diese Beziehung sie einengt, ihr die Luft zum Atmen nimmt, die Grenze zum Missbrauch schon überschritten scheint.
Parallel zu der Handlung um die Frau bekommt man Eindrücke der Freundin, die vom Mann kontaktiert wird, weil seine Frau nicht nach Hause gekommen ist. Diese Sicht ist ebenso wichtig, denn sie zeigt,dass auch dort Unsicherheiten liegen, denn natürlich ist auch der Freundin aufgefallen,,dass etwas nicht stimmt. Wie kommt man an die Betroffene heran? Sorgt man vielleicht sogar dafür, dass sie sich noch mehr abwendet, wenn zu intensiv gebohrt wird?
Ein Roman, der mit leisen Tönen viel erreicht und zum nachdenken anregt. Ein heikles und sensibles Thema, interessant und realitätsnah umgesetzt. Auch wenn nicht viel Handlung stattfindet, hat der Text doch eine enorme Tiefe und offenbart dabei eine ganze Menge.
Das Ende, lässt sich vielfältig deuten, ich tendiere für mich dazu, dass es positiv ist.