Selbsterkenntnisse
Selbsterkenntnisse
Esther Schüttpelz stellt sich in ihrem Roman ‘Grüne Welle‘ einer schriftstellerischen Herausforderung, dem Leser eine Geschichte zu präsentieren, die in einer ungewöhnlich distanzierten Schreibweise gehalten ist. Es ist die Rede von einer namenlosen Frau, die sich auf dem Nachhauseweg vom allwöchentlichen gemeinsamen Kinobesuch mit ihrer Freundin befindet. Eine Umleitung zwingt sie dazu, einen Weg einzuschlagen, der sie zunächst weiter weg von ihrer Wohnung und ihrem Mann führt, der offensichtlich auf sie wartet. Im weiteren Verlauf bahnt sich schließlich eine Art von Flucht an, die sich nach und nach in den Gedanken und Gefühle deutlicher manifestiert. Dieser Monolog partieller Selbstanalyse der Fahrerin wirkt beunruhigend.
Die Anonymität der Personen, der Frau, des Mannes und der Freundin, zieht sich durch die gesamte Geschichte und so bleibt eine fortwährende Distanz bestehen, die allerdings gewollt erscheint. Die Komplexität der zu verarbeitenden Geschehnisse treibt die Entwicklung des Romans voran. Das offene Ende bietet Möglichkeiten, zwischen den Zeilen zu lesen und eigene weiterführende Überlegungen anzustellen.
Esther Schüttpelz stellt sich in ihrem Roman ‘Grüne Welle‘ einer schriftstellerischen Herausforderung, dem Leser eine Geschichte zu präsentieren, die in einer ungewöhnlich distanzierten Schreibweise gehalten ist. Es ist die Rede von einer namenlosen Frau, die sich auf dem Nachhauseweg vom allwöchentlichen gemeinsamen Kinobesuch mit ihrer Freundin befindet. Eine Umleitung zwingt sie dazu, einen Weg einzuschlagen, der sie zunächst weiter weg von ihrer Wohnung und ihrem Mann führt, der offensichtlich auf sie wartet. Im weiteren Verlauf bahnt sich schließlich eine Art von Flucht an, die sich nach und nach in den Gedanken und Gefühle deutlicher manifestiert. Dieser Monolog partieller Selbstanalyse der Fahrerin wirkt beunruhigend.
Die Anonymität der Personen, der Frau, des Mannes und der Freundin, zieht sich durch die gesamte Geschichte und so bleibt eine fortwährende Distanz bestehen, die allerdings gewollt erscheint. Die Komplexität der zu verarbeitenden Geschehnisse treibt die Entwicklung des Romans voran. Das offene Ende bietet Möglichkeiten, zwischen den Zeilen zu lesen und eigene weiterführende Überlegungen anzustellen.