Skurriles Abenteuer
Ich weiß gar nicht genau, wie ich dieses Buch bewerten soll. Es ist in jedem Fall etwas besonderes, sowohl inhaltlich als auch stilistisch. Skurril und doch berührend wird es mich wahrscheinlich noch eine Weile beschäftigen. Eine Frau deren Namen man nie erfährt steigt nach einem Kinobesuch in ihr Auto und nimmt eine Umleitung zum Anlass einfach nicht mehr heimzukehren. Man erfährt im Verlauf mehr über die Frau und ihre Geschichte und stellt schnell Gründe für diese Flucht fest. Was mich zu Beginn irritiert hat ist der Schreibstil. Esther Schüttpelz schreibt mit zum Teil langen Sätzen und Aneinanderreihungen von Haupt-und Nebensätzen, sodass der Eindruck eines Stream-of-consciousness entsteht, was mitunter etwas wirr wirkt. Das steht aber der Erzählung in der dritten Person entgegen. Ich glaube das ist mit Absicht, auch wenn mir diese nicht so richtig klar ist. Nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, habe ich das Buch eigentlich gern gelesen - und fand das Ende oft unbefriedigend. So ist das leider oft mit Geschichten, in denen eine Frau vor zu Hause versucht zu flüchten. Also wohl eigentlich im Endeffekt doch nicht unrealistisch wenn auch kreativ erzählt.