Ungewöhnliche Fahrt

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
leselicht Avatar

Von

Anfänglich musste ich mich an den inneren Monolog gewöhnen, aber ich fand ihn nicht anstrengend, jedoch distanziert, aber sprachlich eindrucksvoll geschrieben. Außerdem bleibt es nicht nur dabei. Es ist ein ungewohnter Roman, der Aufmerksamkeit fordert, und das ist gut so. Es geht um eine anfänglich namenlose Frau, die nach einem Kinobesuch nicht den eigentlichen Plänen der Heimfahrt folgt. Sie fährt weiter, ohne Ziel, kämpft mit sich, will umdrehen, aber tut es dann nicht. Die wenigen Geschehnisse auf der Fahrt und ihre Gedanken hatten eine Sogkraft, der ich mich nicht entziehen konnte. Eine nötige Selbstreflexion aus dem Bauch heraus mit viel Raum für Interpretation enthüllt die Innenschau einer Frau und ihrem kontrollierendem Mann. Wie mag das enden? Der unerwartete Abschluss hat mir gut gefallen. „Grüne Welle“ ist interessant, gut zu lesen und ein „Was wäre, wenn…“-Gedankenspiel.