Vorbeiziehend

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kirsche98 Avatar

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Die Idee der Geschichte fand ich toll: Eine Frau sitzt in ihrem Auto und fährt. Eine andere Strecke wie sonst, eine Umleitung, immer eine Ausfahrt weiter. Nicht nach Hause, nicht zu ihrem Mann, einfach weiter und immer weiter. Entfernt sich von ihren Gedanken und ihrem Alltag, ein bisschen verloren und doch bestimmt.
Doch irgendwie habe ich mich in der Geschichte auch ein bisschen verloren, es ist einfach an mir vorbeigezogen. Ich konnte nicht auf dem von mir erwartenden Gedankenkarussell aufspringen, ab dem zweiten Drittel nichts mehr mit der Protagonistin anfangen. Zu viele Geschehnisse und Gedankengänge, mit denen ich nichts mehr anfangen konnte. Für mich zu viele offene Fragen. Wo will sie hin? Was ist mit dem Wildunfall? Wieso diese ganze Sache mit den Anhalterinnen?
Der Erzählstil, eine Art innerer Monolog, hat mir gut gefallen. Aber auf Dauer wurde er anstrengend. Und eigentlich hätte ich etwas ganz anderes von der Geschichte erwartet: mehr Klarheit.