zu klischeehaft und holzschnittartig
Die Ausgangslage von „Grüne Welle“ hat mich sofort neugierig gemacht – vielleicht, weil ich mich selbst recht häufig verfahre und ich dadurch schon an den abstrusesten Orten gelandet bin. Wie wäre es, einfach weiterzufahren, aus dem eigenen Leben spontan auszubrechen, ob für ein paar Tage oder für immer? Nach einem Kinoabend mit ihrer besten Freundin verfährt sich die namenlose Protagonistin an einer Umleitung und entfernt sich immer weiter von zu Hause und ihrem Ehemann. Je weiter sie fährt, desto geringer wird ihr Drang umzukehren oder ihrem Mann Bescheid zu geben, und desto mehr denkt sie über ihr Leben nach. Wie hat sie dieses entwickelt, was ist aus ihren Träumen geworden? Wer ist sie und wie will sie gesehen werden?
Frau, Freundin und Mann bleiben namenlos, auch die Landschaft, durch die die Frau fährt, ist ohne Kontur, beliebig. So könnte jede und jeder überall gemeint sein und die Geschichte stellvertretend für viele Frauen an allen Orten stehen. Leider funktionieren die Figuren in diesem Roman für mich nicht. Zu klischeehaft werden die empfindsamen und verpeilten Künstlerinnen und der gewalttätige, Kunst nur nach dem materiellen Wert beurteilende, schon äußerlich abstoßende Ehemann gezeichnet, der natürlich Anwalt ist. Die Freundin der Frau, die sich als eine urbane Künstlerin sieht, blickt abfällig auf das Leben in einer Kleinstadt und ihre Bewohner. Die Karriere der Frau, einst ein aufstrebendes, vielversprechendes künstlerisches Talent, geriet vor Jahren ins Stocken, latent ist auch daran der Mann Schuld. Das ist mir zu einfach und zu holzschnittartig, es fehlt jegliche Ambivalenz. Dies hat zur Folge, dass mir alle drei fremd bleiben und immer unsympathischer werden, bis mir am Ende nahezu gleichgültig ist, was mit ihnen passiert. Die Gedanken und Emotionen der Frau, die über ihr Leben reflektiert, empfand ich auch nicht als besonders überraschend oder tiefgründig. So bleibt für mich am Ende vor allem Ernüchterung, da das Thema so viel Potential geboten hätte, das in meinen Augen leider nicht genutzt wurde.
Frau, Freundin und Mann bleiben namenlos, auch die Landschaft, durch die die Frau fährt, ist ohne Kontur, beliebig. So könnte jede und jeder überall gemeint sein und die Geschichte stellvertretend für viele Frauen an allen Orten stehen. Leider funktionieren die Figuren in diesem Roman für mich nicht. Zu klischeehaft werden die empfindsamen und verpeilten Künstlerinnen und der gewalttätige, Kunst nur nach dem materiellen Wert beurteilende, schon äußerlich abstoßende Ehemann gezeichnet, der natürlich Anwalt ist. Die Freundin der Frau, die sich als eine urbane Künstlerin sieht, blickt abfällig auf das Leben in einer Kleinstadt und ihre Bewohner. Die Karriere der Frau, einst ein aufstrebendes, vielversprechendes künstlerisches Talent, geriet vor Jahren ins Stocken, latent ist auch daran der Mann Schuld. Das ist mir zu einfach und zu holzschnittartig, es fehlt jegliche Ambivalenz. Dies hat zur Folge, dass mir alle drei fremd bleiben und immer unsympathischer werden, bis mir am Ende nahezu gleichgültig ist, was mit ihnen passiert. Die Gedanken und Emotionen der Frau, die über ihr Leben reflektiert, empfand ich auch nicht als besonders überraschend oder tiefgründig. So bleibt für mich am Ende vor allem Ernüchterung, da das Thema so viel Potential geboten hätte, das in meinen Augen leider nicht genutzt wurde.