Banaler Alltag ganz unbanal erzählt
Schon alleine wegen des Covers möchte ich das Buch im Regal haben. Und es ist so passend. Eigentlich stellt man sich so eine Hochhaussiedlung grau und trist vor, wieso aber ist es so bunt? Weil die Menschen es sind, die in diesen Häusern leben. Normalerweise so anonym erfahren wir hier wunderschöne, kleine Details über die Hausbewohner*innen, die sofort Authentizität vermitteln und Verbundenheit schaffen. Schon mit kleinen Sätzen schafft es die Autorin, das Wesentliche über die Bewohner*innen zu beschreiben. Man hat sofort Gefühl, als stille Beobachterin mittendrin zu stehen und irgendwie auch Teil der Szenerie zu sein.
Zitate:
"Ihre langen blondierten Haare sind feucht. Es wirkt so,
als wolle Ina sie in der milden Morgenluft trocken rennen,
doch dafür reicht die Zeit ja gar nicht und, wenn man ehrlich
ist, auch nicht Inas Kondition."
"Man sieht Herrn Bello in der Hausnummer 35, zweiter Stock. Er liegt im Bett, er schläft gerne lang, dann ist der Tag kürzer."
"Frau Kaiser im Erdgeschoss von Nummer 85 steht leicht
vorgebeugt vor dem Kühlschrank und kann die Butter
nicht finden. Sie wird sie später im Bad entdecken, in dem
Schränkchen über dem Waschbecken, während sie ihre Fußcreme
sucht."
"So also sieht das Geschehen von oben aus. Und wenn man
schon dabei ist, es zu betrachten, erkennt man auch, wie verdammt
knapp das Leben an einer Begegnung vorbeischrammen
kann."
Ich möchte unbedingt wissen, wie die Geschichte um Ina und die anderen Mieter weiter geht und welchen Einfluss sie noch potenziell aufeinander haben könnten.
Zitate:
"Ihre langen blondierten Haare sind feucht. Es wirkt so,
als wolle Ina sie in der milden Morgenluft trocken rennen,
doch dafür reicht die Zeit ja gar nicht und, wenn man ehrlich
ist, auch nicht Inas Kondition."
"Man sieht Herrn Bello in der Hausnummer 35, zweiter Stock. Er liegt im Bett, er schläft gerne lang, dann ist der Tag kürzer."
"Frau Kaiser im Erdgeschoss von Nummer 85 steht leicht
vorgebeugt vor dem Kühlschrank und kann die Butter
nicht finden. Sie wird sie später im Bad entdecken, in dem
Schränkchen über dem Waschbecken, während sie ihre Fußcreme
sucht."
"So also sieht das Geschehen von oben aus. Und wenn man
schon dabei ist, es zu betrachten, erkennt man auch, wie verdammt
knapp das Leben an einer Begegnung vorbeischrammen
kann."
Ich möchte unbedingt wissen, wie die Geschichte um Ina und die anderen Mieter weiter geht und welchen Einfluss sie noch potenziell aufeinander haben könnten.