fantastisch

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wolfram Avatar

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Gleich vorab: Ich liebe diesen Schreibstil.
Allein der Anfang: "Wenn man die Welt von oben betrachtet, (...), dann sieht man jetzt die Dächer der Siedlung. Sie heißt "Am Kastanienbaum". Das klingt nach Natur, doch die Wirklichkeit sieht anders aus".
Der Leser wird gleich emporgehoben auf eine entfernte Beobachterposition, fast wie über einer Merklinlandschaft. Man betrachtet die verschiedenen Bewohner jener Siedlung, so anonym wie die Siedler untereinander.

Und doch ist jede Beobachtung herzlich und liebevoll, man möchte ranzoomen und diesen Ameisenbau näher kennenlernen. Die Eigenarten der Menschen verstehen - und wie am Ende die Verbindungen zwischen den Menschen entstehen.
Und das passiert auch schon gleich im nächsten Kapitel. Wir lernen Ina und ihren Weg durch die Siedlung kennen. Im Hinterkopf immer die Vogelperspektive vom Anfang, doch jetzt steht die Lupe über der ersten Person.

Und so wandern wir weiter, von Ina zu Bello, mit spannenden "wäre sie nur fünf Minuten früher..."-Gedankenspielen, die die Zukunft hätten ändern können.

Das Cover - perfekt. Ein abstraktes Wuselbild bunter Häuser.