An der Fassade kratzen

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heike_18.8 Avatar

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Um die 1.500 Menschen wohnen Tür an Tür, Fenster an Fenster in der Plattenbausiedlung, in der auch Ina mit ihrem Sohn lebt. Ein paar Eingänge weiter hat auch ihre Mutter eine Wohnung gehabt, die Ina nach ihrem Tod nun ausräumen muss. Der eigentümliche Nachbar Herr Bello, verlässt die Wohnung nur für das Nötigste. Frau Arslan möchte dagegen aus dem kleinen Laden, den sie mit ihrem Mann betreibt, am liebsten ausbrechen. Und Baggerfahrer Garcia träumt davon groß rauszukommen. Sie alle kennen sich vom Sehen, doch mehr als ein "Guten Tag" ist meistens nicht drin.

Tanja Kokoska kratzt mit "Guten Morgen, schönes Wetter heute" die Fassade der Wohnsiedlung mehr als nur an. Wo auf den ersten Blick nur Oberflächlichkeiten ausgetauscht werden, erhält dieses kleine Gesellschaftsporträt mehr und mehr Tiefe. Besonders gefallen haben mir Dynamik und Entwicklung dieses Miteinanders und die Beziehungen der Personen zueinander. Dabei ist der Roman ausgesprochen kurzweilig und locker zu lesen.