Ein Buch, das glücklich macht
Irgendwo in Deutschland liegt die Siedlung "Am Kastanienbaum" - etwas mehr als 1.500 Menschen leben hier in den dreistöckigen Häusern.
Kokoska umkreist eine kleine Handvoll von ihnen und schenkt tiefe Einblicke in deren Lebenssituationen. Allen gemeinsam ist die Einsamkeit, mit der sie sich irgendwie arrangieren. Die 85jährige Frau Kaiser möchte eigentlich ganz viel reden. Gegen das Alleinsein hilft ihr Roboter Haruto nur wenig.
Ebenso geht es dem verwitweten Herrn Bello - immer stilvoll gekleidet, entdeckt er irgendwann die Schönheit von Kleidern. Manchmal geht er auf ein Glas Wein in die Gaststätte "Zum Plaudern". Hier arbeitet Samy aus Sri Lanka sieben Tage die Woche. Es ist sein eigenes Lokal, dennoch hat er viele unerfüllte Wünsche. Um sich täglich daran zu erinnern, dass er dafür etwas tun muss, hat er sich im Tattoo-Studio ein Herz, eine Feder und ein Kreuz stechen lassen. Er kauft gern im Laden von Herrn und Frau Arslan. Frau Arslan liebt Rilke-Gedichte, fühlt sich sehr einsam in ihrer Ehe. Und dann ist da noch Ina, die sich nach einem richtig coolen Typen sehnt. Sohn Henry wünscht sich einen Papa, weiß nicht mal, wer sein Erzeuger ist.
In jeden dieser Mikrokosmen tauchen wir ein und spüren, Einsamkeit muss nicht sein. Und genau das zeigt die Autorin. Aufeinander zugehen, achtsam miteinander umgehen, zuhören. Vielleicht muss ja nicht erst ein Drama passieren. Vielleicht muss es keine zu entschärfende Bombe aus dem 2. Weltkrieg sein, die all die Menschen zueinander führt.
So wundervoll und klug erzählt. Absolut bereichernde Lektüre.
Kokoska umkreist eine kleine Handvoll von ihnen und schenkt tiefe Einblicke in deren Lebenssituationen. Allen gemeinsam ist die Einsamkeit, mit der sie sich irgendwie arrangieren. Die 85jährige Frau Kaiser möchte eigentlich ganz viel reden. Gegen das Alleinsein hilft ihr Roboter Haruto nur wenig.
Ebenso geht es dem verwitweten Herrn Bello - immer stilvoll gekleidet, entdeckt er irgendwann die Schönheit von Kleidern. Manchmal geht er auf ein Glas Wein in die Gaststätte "Zum Plaudern". Hier arbeitet Samy aus Sri Lanka sieben Tage die Woche. Es ist sein eigenes Lokal, dennoch hat er viele unerfüllte Wünsche. Um sich täglich daran zu erinnern, dass er dafür etwas tun muss, hat er sich im Tattoo-Studio ein Herz, eine Feder und ein Kreuz stechen lassen. Er kauft gern im Laden von Herrn und Frau Arslan. Frau Arslan liebt Rilke-Gedichte, fühlt sich sehr einsam in ihrer Ehe. Und dann ist da noch Ina, die sich nach einem richtig coolen Typen sehnt. Sohn Henry wünscht sich einen Papa, weiß nicht mal, wer sein Erzeuger ist.
In jeden dieser Mikrokosmen tauchen wir ein und spüren, Einsamkeit muss nicht sein. Und genau das zeigt die Autorin. Aufeinander zugehen, achtsam miteinander umgehen, zuhören. Vielleicht muss ja nicht erst ein Drama passieren. Vielleicht muss es keine zu entschärfende Bombe aus dem 2. Weltkrieg sein, die all die Menschen zueinander führt.
So wundervoll und klug erzählt. Absolut bereichernde Lektüre.