Eine Bombe, eine Turnhalle und 1.584 Menschen, die sich eigentlich gar nichts angehen
Die Siedlung „Am Kastanienbaum" klingt malerischer als sie ist. Kastanienbäume gibt es keine mehr, dafür 100 dreistöckige Mietshäuser, in denen früher amerikanische Soldaten wohnten, und heute 1.584 Menschen, die meist nichts voneinander wissen.
Da ist Ina, die im Tattoostudio arbeitet, Skelette auf den Fingern tätowiert trägt und eine Lache hat, die Räume füllt. Samy, der sein Wissen ständig teilen muss („Wusstet ihr, dass …") und davon träumt, einen Berg zu besteigen oder einfach zu fliegen. Frau Kaiser, die immer nach vorne schaut. Herr Bello, der am liebsten Frauenkleider trägt und sich kaum aus dem Haus traut. Und noch einige mehr – alle auf der Suche nach Glück und Verbundenheit, alle irgendwie allein.
Dann findet ein Baggerfahrer eine Weltkriegsbombe. Die Siedlung wird evakuiert, alle landen in einer Turnhalle – und auf einmal geschehen wundersame Dinge.
Was diesen Roman besonders macht, ist schwer in Worte zu fassen. Eigentlich passiert nicht viel Spektakuläres. Und trotzdem: Ich habe das ganze Buch mit einem Lächeln gelesen. Das liegt vor allem an der Erzählerin, die von oben auf die Siedlung schaut, Verbindungen sieht, die den Figuren selbst verborgen bleiben, und dabei so zugewandt und freundlich erzählt, dass man jeden dieser Menschen sofort ins Herz schließt. Auch die, die man auf den ersten Blick vielleicht eher komisch findet. Gerade die.
Das Buch spricht auch ernste Dinge an – Einsamkeit, Ausbeutung, das stille Verschwinden von Menschen in der Großstadt. Aber es tut das ohne Schwere. Kein Kitsch, kein falsches Happy End, aber irgendwie immer Hoffnung. Ein Wohlfühlroman im besten Sinne.
„Du musst das Leben nicht verstehen, dann wird es werden wie ein Fest" – dieses Gedicht, das im Buch eine zentrale Rolle spielt, trifft den Ton des Romans eigentlich ganz gut.
Da ist Ina, die im Tattoostudio arbeitet, Skelette auf den Fingern tätowiert trägt und eine Lache hat, die Räume füllt. Samy, der sein Wissen ständig teilen muss („Wusstet ihr, dass …") und davon träumt, einen Berg zu besteigen oder einfach zu fliegen. Frau Kaiser, die immer nach vorne schaut. Herr Bello, der am liebsten Frauenkleider trägt und sich kaum aus dem Haus traut. Und noch einige mehr – alle auf der Suche nach Glück und Verbundenheit, alle irgendwie allein.
Dann findet ein Baggerfahrer eine Weltkriegsbombe. Die Siedlung wird evakuiert, alle landen in einer Turnhalle – und auf einmal geschehen wundersame Dinge.
Was diesen Roman besonders macht, ist schwer in Worte zu fassen. Eigentlich passiert nicht viel Spektakuläres. Und trotzdem: Ich habe das ganze Buch mit einem Lächeln gelesen. Das liegt vor allem an der Erzählerin, die von oben auf die Siedlung schaut, Verbindungen sieht, die den Figuren selbst verborgen bleiben, und dabei so zugewandt und freundlich erzählt, dass man jeden dieser Menschen sofort ins Herz schließt. Auch die, die man auf den ersten Blick vielleicht eher komisch findet. Gerade die.
Das Buch spricht auch ernste Dinge an – Einsamkeit, Ausbeutung, das stille Verschwinden von Menschen in der Großstadt. Aber es tut das ohne Schwere. Kein Kitsch, kein falsches Happy End, aber irgendwie immer Hoffnung. Ein Wohlfühlroman im besten Sinne.
„Du musst das Leben nicht verstehen, dann wird es werden wie ein Fest" – dieses Gedicht, das im Buch eine zentrale Rolle spielt, trifft den Ton des Romans eigentlich ganz gut.