Feel positive

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julemaus94 Avatar

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Tanja Kokoska gewährt uns einen Blick hingter die Türen einer Hochhauswohnsiedlung und in die Köpfe ihrer Bewohner und lässt uns damit einen teils witzigen, herzerwärmenden und doch alltäglichen Einblick in das Leben ganz normaler, wie unterschiedlicher Menschen gewinnen.

Der Fund einer Weltkriegsbombe wirbelt das Leben von Ina und Sohn Henry, Witwer Herrn Bello, Koch Samy, Frau Kaiser, Familie Aslan und Baggerfahrer Paco ordentlich durcheinander und lässt doch alle ein bisschen näher zusammenrücken und sich weniger einsam fühlen.

Ich denke, genau das soll die Botschaft des Buches sein, zumindest hat mich das Buch auf diese Weise erreicht: auch wenn wir uns in unserem Alltag oft einsam und verloren fühlen, reichen manchmal schon die kürzesten und scheinbart unbedeutendsten Begegnungen aus, um uns ein bisschen weniger allein zu fühlen.

Davon erzählt die Autorin auf gleichzeitig ruhige und teilweise doch sprunghafte Weise. Ein auktorialer Erzähler sprinigt zwischen den einzelnen Figuren hin und her und verknüpft so die einzelnen Leben zu einem großen Ganzen. Das liest sich so angenehm, dass man vom Ende des Buches völlig überrascht wird. Ich zumindest hätte noch ewig so weiterlesen können.

Vielleicht war ich deshalb etwas enttäuscht vom Ende des Buches, weil für mich noch so viele Fragen offen waren. Aber vermutlich sollte ich mir diese Leben im Kopf einfach weiterstricken. So bleibt es eben genau das, was die Autorin vermutlich bezweckt hat: eine Momentaufnahme.