Eine Bombe in einer Wohnhaussiedlung! Durch dieses Horrorszenario rücken die Menschen in „Guten Morgen, schönes Wetter heute“ näher zusammen.
Über 1500 Menschen leben in der Siedlung „Am Kastanienbaum“. Die meisten leben isoliert vor sich hin. Als eine Bombe entdeckt wird, werden alle Bewohner in eine Turnhalle isoliert- und lernen sich so kennen…
Ich habe mit „Achtzehnter Stock“ und „Die Straße“ bereits ähnliche Bücher gerne gelesen. Für mich ist es faszinierend, wie die Menschen aneinander vorbei leben und das selbe Ereignis unterschiedlich erleben. Das erhoffte ich mir auch von diesem Buch und wurde nicht enttäuscht.
Im Zentrum des Romans stehen verschiedene Personengruppen. Zum Beispiel Herr Bello, der eine verborgene Leidenschaft hat. Ina und ihr Sohn Henry geben sich Mühe, den Alltag zwischen Arbeit und Schulabschluss hinzubekommen. Und das Ehepaar Aslan hat tiefe Träume. All sie treffen in der Siedlung aufeinander, wobei jeder seine subjektiven Erfahrungen berichtet.
Ich fand den Roman sehr unterhaltsam. Tanja Kokoska beschreibt anschaulich und detailliert, was hinter den Türen geschieht. Dabei achtet sie auf Stereotypen ebenso wie auf Individualisten. Musterschüler Henry zum Beispiel kümmert sich um eine junge Frau, die abgeschoben werden soll. Herr Bello tanzt im Faltenrock. Und Frau Aslan versteckt Gedichte. Das alles ist so typisch- untypisch, dass ich mich köstlich darüber amüsiert habe.
Unterstützt werden die unterhaltsamen Charaktere durch eine authentische Sprache, die direkt von der Straße kommen könnte. Ich hatte den Eindruck, die Gespräche könnten direkt um die Ecke stattfinden. Hinzukommt, dass Kokoska bildhaft und detailreich schreibt. So habe ich auch das Setting vor Augen.
Was das Buch jedoch von den ähnlichen Romanen abhebt, ist, dass es um das Schicksal der gesamten Siedlung geht und alle Charaktere zueinander finden- inklusive Henrys Vater, der am Ende des Romans von seinen Sohn erfährt. Dadurch gerät die Gruppe in den Fokus, wo vorher Individuen waren. Das ist für mich eine tolle Moral. Ich empfehle den Roman jeden, der in „Achtzehnter Stock“ und „Die Straße“ das Gruppengefühl und die entsprechende Moral vermisst hat. Aus meiner Sicht Fünf Sterne.
Über 1500 Menschen leben in der Siedlung „Am Kastanienbaum“. Die meisten leben isoliert vor sich hin. Als eine Bombe entdeckt wird, werden alle Bewohner in eine Turnhalle isoliert- und lernen sich so kennen…
Ich habe mit „Achtzehnter Stock“ und „Die Straße“ bereits ähnliche Bücher gerne gelesen. Für mich ist es faszinierend, wie die Menschen aneinander vorbei leben und das selbe Ereignis unterschiedlich erleben. Das erhoffte ich mir auch von diesem Buch und wurde nicht enttäuscht.
Im Zentrum des Romans stehen verschiedene Personengruppen. Zum Beispiel Herr Bello, der eine verborgene Leidenschaft hat. Ina und ihr Sohn Henry geben sich Mühe, den Alltag zwischen Arbeit und Schulabschluss hinzubekommen. Und das Ehepaar Aslan hat tiefe Träume. All sie treffen in der Siedlung aufeinander, wobei jeder seine subjektiven Erfahrungen berichtet.
Ich fand den Roman sehr unterhaltsam. Tanja Kokoska beschreibt anschaulich und detailliert, was hinter den Türen geschieht. Dabei achtet sie auf Stereotypen ebenso wie auf Individualisten. Musterschüler Henry zum Beispiel kümmert sich um eine junge Frau, die abgeschoben werden soll. Herr Bello tanzt im Faltenrock. Und Frau Aslan versteckt Gedichte. Das alles ist so typisch- untypisch, dass ich mich köstlich darüber amüsiert habe.
Unterstützt werden die unterhaltsamen Charaktere durch eine authentische Sprache, die direkt von der Straße kommen könnte. Ich hatte den Eindruck, die Gespräche könnten direkt um die Ecke stattfinden. Hinzukommt, dass Kokoska bildhaft und detailreich schreibt. So habe ich auch das Setting vor Augen.
Was das Buch jedoch von den ähnlichen Romanen abhebt, ist, dass es um das Schicksal der gesamten Siedlung geht und alle Charaktere zueinander finden- inklusive Henrys Vater, der am Ende des Romans von seinen Sohn erfährt. Dadurch gerät die Gruppe in den Fokus, wo vorher Individuen waren. Das ist für mich eine tolle Moral. Ich empfehle den Roman jeden, der in „Achtzehnter Stock“ und „Die Straße“ das Gruppengefühl und die entsprechende Moral vermisst hat. Aus meiner Sicht Fünf Sterne.