Hinter den Fassaden

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leselockbuch Avatar

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Wir befinden uns in einer Siedlung. Sie heißt "Am Kastanienbaum". Dort lernen wir die unterschiedlichsten Menschen kennen.
Die scheinbar taffe Ina, deren Sohn Henry langsam flügge wird und die bis jetzt nicht viel Glück mit der Liebe hatte.
Herrn Bello, der seiner verstorbenen Frau nachtrauert und plötzlich eine Facette in sich findet, die ihn selbst wieder aufleben lässt.
Herrn und Frau Arslan, die wieder zueinanderfinden müssen.
Frau Kaiser, die dement ist, aber bei Memory immer gewinnt.
Anh, die als Illegale in einem Nagelstudio arbeitet.
Wir lernen viele Menschen kennen, die mehr oder weniger an einem wichtigen Punkt in ihrem Leben stehen und dürfen sie eine Weile begleiten.
Viele dieser Menschen sind einsam und finden in ihren Nachbarn neue Hoffnung und so lässt mich der Roman positiv zurück (wobei das Ende keineswegs verkitscht und rosarot ist!).
Weshalb ich das Buch gerne gelesen habe:
Tanja Kokoska verwebt in ihrem Debütroman die Lebenswege und Geschichten der einzelnen Personen so gekonnt, dass es eine Freude ist.
Besonders und gelungen fand ich auch die Passagen, die ausgesprochen auktorial erzählt wurden. Die Draufsicht auf das Geschehen und die Andeutungen in die Zukunft, die einen eigentlich dazu herausfordern, den Roman noch einmal zu lesen, weil man erst beim 2. Mal weiß, wovon die Autorin spricht.
Der unterschwellige Humor war außerdem die Kirsche auf der Torte.
Aus meiner Sicht: klare Leseempfehlung.