Nicht allein, aber trotzdem einsam
„Am Kastanienbaum“ nennt sich eine Wohnsiedlung, irgendwo mitten in einer großen Stadt. Genau 1.584 Menschen wohnen dort, die meist achtlos aneinander vorübergehen. Man grüßt sich, nickt sich zu und geht dann wieder seines Weges. Das soll sich ändern, als eines Tages bei Bauarbeiten eine Weltkriegsbombe im Erdreich gefunden wird. Während der Entschärfung werden alle Bewohner in der Turnhalle der nahen Schule untergebracht. Dort im Gedränge ist es unmöglich, seinem Nachbarn auszuweichen. Man kommt ins Gespräch, redet über die Bombe oder über das Wetter - und findet sich plötzlich sympathisch. Für einige von ihnen wird sich ihr Leben durch dieses Ereignis sogar grundlegend ändern …
Tanja Kokoska, geb. 1971 in Frankfurt/Main, ist eine deutsche Journalistin und Autorin. Sie war viele Jahre bei der Frankfurter Rundschau beschäftigt. Inzwischen arbeitet sie als freischaffende Journalistin und ist auch als Autorin aktiv, die bereits einige Bücher erfolgreich veröffentlichte. Sie ist mit dem Redakteur der Frankfurter Rundschau, Stephan Hebel, verheiratet und lebt immer noch in Frankfurt/Main.
„Guten Morgen, schönes Wetter heute“ (2026, dtv Verlagsgesellschaft) ist der dritte Roman der Autorin. Was an dem Buch zuerst auffällt, ist das farbenfrohe, überaus gelungene Cover, das verdeutlicht, wie dicht die Bewohner beieinander leben und doch keinen Kontakt zueinander finden. Tanja Kokoska hat ein ausgezeichnetes Gespür für Menschen und ihre Schicksale, von denen wir einige kennenlernen durften. Menschen, die man nicht mehr vergisst und die man gerne zum Freund hätte. Einsame Menschen, Alte und Junge – der Fund einer Bombe sorgt dafür, dass sie sich näherkommen und in Zukunft ein freundlicheres Miteinander haben. Der Schreibstil ist sehr ansprechend, angenehm flüssig und vermittelt durch seine detailreichen Beschreibungen das Gefühl, selbst dabei zu sein. Den Schluss bilden leider einige glückliche „Zufälle“, die schon sehr den Charakter einer „Seifenoper“ haben. Deshalb von mir nur 4*.
Fazit: Schonungslos ehrlich und romantisch, aber auch tragisch berührend – kurzum ein schönes Buch.
Tanja Kokoska, geb. 1971 in Frankfurt/Main, ist eine deutsche Journalistin und Autorin. Sie war viele Jahre bei der Frankfurter Rundschau beschäftigt. Inzwischen arbeitet sie als freischaffende Journalistin und ist auch als Autorin aktiv, die bereits einige Bücher erfolgreich veröffentlichte. Sie ist mit dem Redakteur der Frankfurter Rundschau, Stephan Hebel, verheiratet und lebt immer noch in Frankfurt/Main.
„Guten Morgen, schönes Wetter heute“ (2026, dtv Verlagsgesellschaft) ist der dritte Roman der Autorin. Was an dem Buch zuerst auffällt, ist das farbenfrohe, überaus gelungene Cover, das verdeutlicht, wie dicht die Bewohner beieinander leben und doch keinen Kontakt zueinander finden. Tanja Kokoska hat ein ausgezeichnetes Gespür für Menschen und ihre Schicksale, von denen wir einige kennenlernen durften. Menschen, die man nicht mehr vergisst und die man gerne zum Freund hätte. Einsame Menschen, Alte und Junge – der Fund einer Bombe sorgt dafür, dass sie sich näherkommen und in Zukunft ein freundlicheres Miteinander haben. Der Schreibstil ist sehr ansprechend, angenehm flüssig und vermittelt durch seine detailreichen Beschreibungen das Gefühl, selbst dabei zu sein. Den Schluss bilden leider einige glückliche „Zufälle“, die schon sehr den Charakter einer „Seifenoper“ haben. Deshalb von mir nur 4*.
Fazit: Schonungslos ehrlich und romantisch, aber auch tragisch berührend – kurzum ein schönes Buch.