Schöne Erzählsymphonie

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Ich habe das Buch gerne gelesen. Der Einstieg ist super gut gelungen, macht neugierig. Zudem ist der Schreibstil der Autorin der Hit! Diese kurzen, prägnanten Sätze, die sehr pointiert sagen, was sie zu sagen haben, ohne langweilig oder zu trocken zu sein - wirklich gut. Ein feiner Sprachwitz ergänzt das Ganze.
Der Erzähler nimmt einen wie mit einer Kamera mit, durch die man mal von ganz oben, mal näher und mal ganz nah dran auf die Figuren und deren Taten oder Gedanken schauen darf.
Sehr feinfühliges Thema bzw. Handlungsidee noch obendrein. Menschen, die seit Jahren in einer 0815-Siedlung zusammen leben und sich in ihrer Anonymität und ihrem kleinen Leben verlieren; dann zwangsweise durch eine Gefahrensituation in Verbindung gebracht - sowohl untereinander als auch in Verbindung mit sich selbst, die Bedeutung ihres eigenen Lebens hinterfragend.
Zugegeben, es gab Menschen, die mich mehr und welche, die mich weniger interessiert haben, da spürte ich auch die eine oder andere Länge in der Erzählung. Insgesamt sind die Geschichten fein miteinander zu einer schönen Erzählsymphonie verwoben und es macht Freude, das Buch zu lesen.