Stimmungsaufheller in Buchform
In der großen Wohnsiedlung "Am Kastanienbaum" leben über 1500 Menschen. Einerseits lebt man auf engstem Raum zusammen, andererseits wissen die Menschen in den einzelnen Häusern aber fast nichts voneinander.
Die alleinerziehende Ina hadert immer noch damit ihrem nun bald erwachsenen Sohn nicht sagen zu können, wer sein Vater ist. Immerhin kennt sie selbst nur dessen Spitznamen und unter dem hat sie ihn all die Jahre nicht finden können. Ihr Sohn Henry scheint sich damit abgefunden haben, dass sein Vater ein Phantom bleibt. Als sie die Wohnung ihrer verstorbenen Mutter ausräumt, begegnet sie dem Nachbarn Herr Bello. Sie schenkt ihm ein paar von deren Kleidungsstücken, was für Herrn Bello so etwas wie eine Initialzündung ist. Er traut sich, die Frauenklamotten anzuziehen und sich später auch damit in der der Öffentlichkeit zu zeigen. Die 85-jährige Frau Kaiser nimmt es als gutes Omen, dass sie in der Hausnummer 85 lebt und will deshalb in die Hausnummer 100 umziehen, aber vielleicht vergisst sie auch das wieder, wie so manches in letzter Zeit. Unterdessen versucht Frau Arslan, die zusammen mit ihrem Mann ein kleines Lebensmittelgeschäft betreibt, durch kleine Gedichte, die sie in Lebensmittelpackungen versteckt, das Leben der Menschen zu bereichern oder sich ihnen zumindest verbunden zu fühlen, wenn sie sich vorstellt, wer das Produkt samt Gedicht gekauft hat. Und dann ist da auch noch Samy, der Wirt des Lokals "Zum Plaudern", der davon träumt, eine Ente zu streicheln. Als der Baggerfahrer Paco, der immer schon davon geträumt hat, beim Ausbaggern auf etwas ganz Großes zu stoßen, auf eine Weltkriegsbombe stößt, gerät alles in Aufruhr. Die Bewohner müssen innerhalb einer Frist ihre Wohnungen verlassen. Dieses Ereignis führt dazu, dass sich die Bewohner näher kommen und ohne es zu ahnen bringt dieser Vorfall auch Inas Welt komplett ins Wanken.
Dieses Buch ist ein Geschenk. Die Autorin erzählt sehr einfühlsam von den unterschiedlichen Personen die quasi aneinander vorbeileben. Nach und nach erfährt man mehr über die einzelnen Charaktere und beginnt, sie ins Herz zu schließen. So unterschiedlich sie auch alle sein mögen, sie eint doch eins: der Wunsch nach Zugehörigkeit und Gemeinschaft. Das bekommen sie ein Stück weit durch den Bombenfund, der sie zwingt ihre vier Wände zu verlassen und in der für die Evakuierten vorgesehenen Turnhalle zusammenzukommen. Das Buch hat viele schöne Elemente, die einen beim Lesen eine gewisse Genugtuung verschaffen. Da ist wieder Hoffnung, dass das Leben und die Menschen doch besser sind, als es manchmal den Eindruck erweckt. Gemeinschaft und Zusammenhalt erfährt man oft da, wo man es gar nicht erwarten würde. Und so mancher wird vielleicht beim nächsten Einkauf auch darauf hoffen, eins von Frau Arslans Gedichten in der Packung zu finden.
Die alleinerziehende Ina hadert immer noch damit ihrem nun bald erwachsenen Sohn nicht sagen zu können, wer sein Vater ist. Immerhin kennt sie selbst nur dessen Spitznamen und unter dem hat sie ihn all die Jahre nicht finden können. Ihr Sohn Henry scheint sich damit abgefunden haben, dass sein Vater ein Phantom bleibt. Als sie die Wohnung ihrer verstorbenen Mutter ausräumt, begegnet sie dem Nachbarn Herr Bello. Sie schenkt ihm ein paar von deren Kleidungsstücken, was für Herrn Bello so etwas wie eine Initialzündung ist. Er traut sich, die Frauenklamotten anzuziehen und sich später auch damit in der der Öffentlichkeit zu zeigen. Die 85-jährige Frau Kaiser nimmt es als gutes Omen, dass sie in der Hausnummer 85 lebt und will deshalb in die Hausnummer 100 umziehen, aber vielleicht vergisst sie auch das wieder, wie so manches in letzter Zeit. Unterdessen versucht Frau Arslan, die zusammen mit ihrem Mann ein kleines Lebensmittelgeschäft betreibt, durch kleine Gedichte, die sie in Lebensmittelpackungen versteckt, das Leben der Menschen zu bereichern oder sich ihnen zumindest verbunden zu fühlen, wenn sie sich vorstellt, wer das Produkt samt Gedicht gekauft hat. Und dann ist da auch noch Samy, der Wirt des Lokals "Zum Plaudern", der davon träumt, eine Ente zu streicheln. Als der Baggerfahrer Paco, der immer schon davon geträumt hat, beim Ausbaggern auf etwas ganz Großes zu stoßen, auf eine Weltkriegsbombe stößt, gerät alles in Aufruhr. Die Bewohner müssen innerhalb einer Frist ihre Wohnungen verlassen. Dieses Ereignis führt dazu, dass sich die Bewohner näher kommen und ohne es zu ahnen bringt dieser Vorfall auch Inas Welt komplett ins Wanken.
Dieses Buch ist ein Geschenk. Die Autorin erzählt sehr einfühlsam von den unterschiedlichen Personen die quasi aneinander vorbeileben. Nach und nach erfährt man mehr über die einzelnen Charaktere und beginnt, sie ins Herz zu schließen. So unterschiedlich sie auch alle sein mögen, sie eint doch eins: der Wunsch nach Zugehörigkeit und Gemeinschaft. Das bekommen sie ein Stück weit durch den Bombenfund, der sie zwingt ihre vier Wände zu verlassen und in der für die Evakuierten vorgesehenen Turnhalle zusammenzukommen. Das Buch hat viele schöne Elemente, die einen beim Lesen eine gewisse Genugtuung verschaffen. Da ist wieder Hoffnung, dass das Leben und die Menschen doch besser sind, als es manchmal den Eindruck erweckt. Gemeinschaft und Zusammenhalt erfährt man oft da, wo man es gar nicht erwarten würde. Und so mancher wird vielleicht beim nächsten Einkauf auch darauf hoffen, eins von Frau Arslans Gedichten in der Packung zu finden.