Hochstaplerin wider Willen
Allein schon, dass dieses Buch anfängt mit einer Frau auf Jobsuche, die ihren nicht ausreichend durchtrainierten Körper mit einer imaginären Schwangerschaft erklären muss - und dann ist der Inhaber des Gym natürlich gleich Feminist genug, sie einzustellen. Was für ein Seitenhieb auf die Bilder vom weiblichen Körper, auf patriarchale Denke, und das in einem so toxisch aufgeladenen Raum wie den Gym. Die Erzählerin hängt jetzt drin in der Babygeschichte, und der Kosmos Fitnessstudio öffnet sich vor ihren und unseren Augen. Ich bin so neugierig weiterzulesen, das ist sicherlich so ein richtiger Pageturner. Wann fliegt die Lüge auf? Was verheimlicht die Erzählerin sonst noch? Was hat sie vor dem Job gemacht? Warum hat sie so große Angst jemandem zu begegnen. Ich will wirklich sehr dringend diesen Hochstaplerinnenroman weiterlesen.