Zwischen Selbstoptimierung und Selbstverlust
Gym von Verena Keßler erschienen bei @hanserberlin ist so ein Buch, das man genau dann lesen sollte (aber natürlich auch sonst), wenn man gerade nicht richtig ins Lesen kommt. Es passiert viel, es hat Tempo, es gibt Wendungen, mit denen man nicht unbedingt rechnet und genau deshalb legt man es kaum aus der Hand.
Im Zentrum steht eine junge Frau, die auf Jobsuche ist und in einem Fitnessstudio landet. Dort wird sie auf ihren Körper reduziert, auf das Bild, das sie abgibt, passend zum Klientel. Um sich zu “rechtfertigen” und dazugehören zu dürfen, gibt sie vor, Mutter zu sein. Aus dieser Lüge entsteht nach und nach ein anderes Leben: Sie übernimmt Kurse, wird Teil dieser Gym-Welt und beginnt, eine Rolle zu spielen, die immer größer wird. Doch wie lange kann das gut gehen?
Was mir besonders gefallen hat: Das Buch funktioniert nicht nur als schneller, spannender Read, sondern hat gleichzeitig eine klare gesellschaftliche Ebene. Körperkult, Leistungsdruck und Selbstoptimierung ziehen sich durch die Geschichte. Das Gym wird zum Spiegel einer Gesellschaft, in der Wert und Anerkennung stark über Körper, Disziplin und Leistung verhandelt werden.
Gym liest sich leicht, verhandelt aber Themen, die alles andere als leicht sind. Genau diese Mischung hat für mich sehr gut funktioniert.
Im Zentrum steht eine junge Frau, die auf Jobsuche ist und in einem Fitnessstudio landet. Dort wird sie auf ihren Körper reduziert, auf das Bild, das sie abgibt, passend zum Klientel. Um sich zu “rechtfertigen” und dazugehören zu dürfen, gibt sie vor, Mutter zu sein. Aus dieser Lüge entsteht nach und nach ein anderes Leben: Sie übernimmt Kurse, wird Teil dieser Gym-Welt und beginnt, eine Rolle zu spielen, die immer größer wird. Doch wie lange kann das gut gehen?
Was mir besonders gefallen hat: Das Buch funktioniert nicht nur als schneller, spannender Read, sondern hat gleichzeitig eine klare gesellschaftliche Ebene. Körperkult, Leistungsdruck und Selbstoptimierung ziehen sich durch die Geschichte. Das Gym wird zum Spiegel einer Gesellschaft, in der Wert und Anerkennung stark über Körper, Disziplin und Leistung verhandelt werden.
Gym liest sich leicht, verhandelt aber Themen, die alles andere als leicht sind. Genau diese Mischung hat für mich sehr gut funktioniert.