ruhiger, tiefgründiger Roman

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Halber Stein von Iris Wolff ist ein leiser, poetischer Roman, der von Beginn an durch seine Sprachschönheit und emotionale Tiefe besticht. Mit großer Sensibilität erzählt die Autorin von Erinnerung, Verlust und der stillen Sehnsucht nach Zugehörigkeit.

Die Rückkehr der Protagonistin Sine nach Siebenbürgen bildet einen eindrucksvollen Rahmen, in dem Vergangenheit und Gegenwart behutsam miteinander verwoben werden. Besonders das Haus der Großmutter mit seiner symbolträchtigen Architektur wirkt wie ein Speicher der Erinnerungen und verleiht der Geschichte eine fast zeitlose Atmosphäre. Die Figuren sind fein gezeichnet, die Landschaft wird eindringlich und stimmungsvoll beschrieben.

Insgesamt hinterlässt Halber Stein den Eindruck eines ruhigen, tiefgründigen Romans, der nachhallt. Iris Wolff erzählt mit großer Wärme davon, dass Heimat weniger ein Ort als vielmehr ein Gefühl ist – bewahrt in Erinnerungen, Beziehungen und Geschichten.