Auf der Suche nach Heimat

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frauatze Avatar

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Das erste Buch von Iris Wolff, mit dem ich mich schwergetan habe.

In Rückblenden erzählt die Ich-Erzählerin Sine von ihrem Aufwachsen in Siebenbürgen. Der Liebe zur Großmutter Agneta, der Kindheit in der Natur und dem Zusammenhalt im Dorf. Das alles macht Iris Wolff mit ihrer unvergleichlichen poetischen Sprache, die mich auch wieder in den Bann zog.

Trotzdem blieben die Figuren dieses Mal ein wenig blass und wenig greifbar.
Die Suche nach heimatlichen Wurzeln, dem Warum des Fortziehens nach Deutschland zieht sich als roter Faden durch das Buch und regt zum Nachdenken an.
Im Nachwort schreibt Wolff, dass es sich um fiktive Orte und Personen handelt, wer ihre Vita kennt, weiß, dass auch sie mit ihren Eltern aus dieser Gegend als Kind nach Deutschland kam. Vor allem die Beschreibungen der Natur, Mentalität der dort lebenden Menschen und das Gefühl von Sine, in Deutschland anfangs nicht ankommen zu können, kennt Iris Wolff mit Sicherheit selbst.