Ein schönes Debüt
Nach über 20 Jahren Abwesenheit kehren Sine und ihr Vater nach Michelsberg in Siebenbürgen zurück. Der Anlass ist kein fröhlicher: Sines Großmutter Agneta ist gestorben. Agnetas altes, verwinkeltes Haus übt sofort den Zauber der dort verbrachten Sommer auf Sine aus, es gibt das blaue, rote und grüne Zimmer, Wekräume und einen großen Garten. Doch erst mit dem Auftauchen ihres Jugendfreundes Julian wird Sine klar, wie sehr sie sich nach ihren Wurzeln sehnt. Sie beginnt, nachzuforschen: Über die Geschichte Siebenbürgens, die Hintergründe der Auswanderung der dort lebenden Sachsen und letztlich die ganz persönliche ihrer Großmutter. Am Ende steht die Frage: Gehen oder bleiben?
"Halber Stein" ist bereits 2012 im Otto Müller Verlag erschienen und Iris Wolffs Debütroman, 2026 wurde er vom Klett-Cotta Verlag als Taschenbuch neu aufgelegt. Schon in ihrem Debüt zeigt Iris Wolff ihre große Erzählkunst, ihre Worte erzeugen starke Bilder im Kopf. Es scheint fast so, als wäre man als Lesende*r mit Sine in Michelsberg, in diesem Haus mit den vielen Zimmern, dem spätsommerlichen Garten, auf Wanderungen durch die Natur. Ich lese Iris Wolffs Bücher immer mit großem Genuss und auch Sines Geschichte, die voller Geheimnisse steckt, hat mir gefallen, wenn auch nicht so sehr wie "Die unschärfe der Welt" und "Lichtungen". Ich hatte das Gefühl, dass sich die Autorin in "Halber Stein" doch oft in Nebensächlichkeiten verliert, auch die Beziehung zwischen Sine und Julian blieb für mich ohne große Anziehungskraft und recht blass. Spannend fand ich hingegen, mehr über Siebenbürgen und die Auswanderung der Sachsen aus diesem Gebiet zu erfahren. Die Autorin stammt selbst aus Hermannstadt, was sehr nahe an Michelsberg gelegen ist. Ich empfehle "Halber Stein" vor allem Fans der Autorin und ihrem wunderschönen Schreibstil!
"Halber Stein" ist bereits 2012 im Otto Müller Verlag erschienen und Iris Wolffs Debütroman, 2026 wurde er vom Klett-Cotta Verlag als Taschenbuch neu aufgelegt. Schon in ihrem Debüt zeigt Iris Wolff ihre große Erzählkunst, ihre Worte erzeugen starke Bilder im Kopf. Es scheint fast so, als wäre man als Lesende*r mit Sine in Michelsberg, in diesem Haus mit den vielen Zimmern, dem spätsommerlichen Garten, auf Wanderungen durch die Natur. Ich lese Iris Wolffs Bücher immer mit großem Genuss und auch Sines Geschichte, die voller Geheimnisse steckt, hat mir gefallen, wenn auch nicht so sehr wie "Die unschärfe der Welt" und "Lichtungen". Ich hatte das Gefühl, dass sich die Autorin in "Halber Stein" doch oft in Nebensächlichkeiten verliert, auch die Beziehung zwischen Sine und Julian blieb für mich ohne große Anziehungskraft und recht blass. Spannend fand ich hingegen, mehr über Siebenbürgen und die Auswanderung der Sachsen aus diesem Gebiet zu erfahren. Die Autorin stammt selbst aus Hermannstadt, was sehr nahe an Michelsberg gelegen ist. Ich empfehle "Halber Stein" vor allem Fans der Autorin und ihrem wunderschönen Schreibstil!