Familiäre Zugehörigkeit zu den Siebenbürger Sachsen

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timphilipp Avatar

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Der vorliegende Roman ist die Taschenbuchausgabe des bereits im Jahr 2012 erschienenen Hardcovers und ist der Debütroman der Autorin.
Er erzählt von einer jungen Frau, die vor 20 Jahren als kleines Mädchen mit ihren Eltern – Siebenbürger Sachsen – von Hermannstadt in Rumänien nach Deutschland auswanderte. Jetzt (im Jahr 2006) kehrt sie das erste Mal anlässlich der Beisetzung ihrer Großmutter zurück.
Sehr gut gefallen haben mir die geschichtlichen Details über die Minderheit der Siebenbürger Sachsen, die mir bislang nur grob bekannt gewesen sind. Mit der Ausarbeitung der Geschichte konnte ich mich allerdings weniger anfreunden. Das fängt bei den Personen an, die zu klischeehaft eingeführt werden, z.B. die sich entspinnende Liebesgeschichte der Erzählerin mit ihrem Freund aus Kindestagen, Nachbarn und Pastor, die sie aufnehmen, als sei sie nur kurz abwesend gewesen, oder die ehemalige Studienkollegin ihres Vaters, die ihm Avancen macht. Auch das Familiengeheimnis – eine Beziehung ihrer Großmutter mit einem Rumänen in der Nachkriegszeit – ist nicht gerade ungewöhnlich. Der Erzählstil ist mir fast etwas zu poetisch und kunstvoll. Beschreibungen von Natur und Gegenständen sind detailreich.
Interessant für Leser von Familiengeschichten.