Leise Spuren der Herkunft
Halber Stein ist der Debütroman von Iris Wolff und liegt hier in einer Neuauflage des erstmals 2012 erschienenen Buches vor. Im Mittelpunkt steht Sine, die nach dem Tod ihrer Großmutter Agneta zur Beerdigung in ihren Kindheitsort Michelsberg in Siebenbürgen, Rumänien, zurückkehrt. Nach ihrem Studium fühlt sie sich orientierungslos und voller Fragen an ihr eigenes Leben. Die Rückkehr löst Erinnerungen an ihre Kindheit aus, konfrontiert sie mit der Lebensgeschichte ihrer Familie, den Erzählungen der Dorfbewohner und mit der Wiederbegegnung ihres Kindheitsfreundes Julian.
Der Roman entfaltet sich als leise, melancholische und zugleich eindringliche Familiengeschichte. In ruhigem, eher gemächlichem Erzähltempo geht es um große Themen wie Herkunft, Familie, Identität, Heimat und Auswanderung, eingebettet in die Geschichte und kulturelle Vielfalt Siebenbürgens. Besonders hervorzuheben sind die poetische, stille Sprache und die atmosphärischen Landschaftsbeschreibungen, die sehr bildhaft sind und das Gefühl vermitteln, selbst vor Ort zu sein.
Sine ist eine fein gezeichnete Protagonistin auf der Suche nach ihren Wurzeln und nach Zugehörigkeit. Ihre Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, ihre innere Entwicklung und ihre Sehnsucht nach Identität werden sensibel und berührend dargestellt. Der titelgebende „Halbe Stein“, ein jahrhundertealtes Naturmonument bei Michelsberg, fungiert dabei als symbolischer Bezugspunkt für Sines Suche nach dem Wesentlichen.
Insgesamt ist Halber Stein eine tiefgehende, poetisch erzählte Familiengeschichte voller Sehnsucht und leiser Traurigkeit, die lange nachhallt und sich behutsam, aber nachhaltig mit den großen Fragen des Lebens auseinandersetzt.
Der Roman entfaltet sich als leise, melancholische und zugleich eindringliche Familiengeschichte. In ruhigem, eher gemächlichem Erzähltempo geht es um große Themen wie Herkunft, Familie, Identität, Heimat und Auswanderung, eingebettet in die Geschichte und kulturelle Vielfalt Siebenbürgens. Besonders hervorzuheben sind die poetische, stille Sprache und die atmosphärischen Landschaftsbeschreibungen, die sehr bildhaft sind und das Gefühl vermitteln, selbst vor Ort zu sein.
Sine ist eine fein gezeichnete Protagonistin auf der Suche nach ihren Wurzeln und nach Zugehörigkeit. Ihre Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, ihre innere Entwicklung und ihre Sehnsucht nach Identität werden sensibel und berührend dargestellt. Der titelgebende „Halbe Stein“, ein jahrhundertealtes Naturmonument bei Michelsberg, fungiert dabei als symbolischer Bezugspunkt für Sines Suche nach dem Wesentlichen.
Insgesamt ist Halber Stein eine tiefgehende, poetisch erzählte Familiengeschichte voller Sehnsucht und leiser Traurigkeit, die lange nachhallt und sich behutsam, aber nachhaltig mit den großen Fragen des Lebens auseinandersetzt.