Poetische Annäherung an Identität und Heimat
Die Handlung in Iris Wolffs neuem Roman „Halber Stein ist schnell erzählt:
Sine reist mit ihrem Vater in ihre alte Heimat nach Michelsberg in Siebenbürgen.Grund dafür ist der Tod von Sines Großmutter Agneta.
Dort angekommen wird sie von einer Vielzahl an Gefühlen und Erinnerungen überflutet,sei es durch den Ort selbst,durch die Natur,oder die Einwohner.
Auch ihrer verstorbenen Großmutter fühlt sich Sine so nah wie schon lange nicht mehr.
Überwältigt von ihren Eindrücken stellt Sine sich die Frage,was ihre Herkunt und Identität ausmacht und warum sie diese längst überfällige Reise nicht schon früher angetreten ist.
Iris Wolff entführt uns in die geschichts-und traditionsreiche Region Siebenbürgens in Rumänien.
Für mich ist dieser Landstrich im Osten Europas relativ unbekannt und doch konnte ich mich als Spätaussiedlerin Schlesiens mit Sine und ihrer romanumfassenden Auseinandersetzung mit ihrer Heimat und Indentität identifizieren.
Glaubhaft und in einer einfühlsamen poetischen Sprache beschreibt die Autorin Sines Sinneseindrücke der alten Heimat und welche Gefühle diese Reise in ihr auslöst.Die Erzählung lebt von den starken Landschaftsbildern und vielen wundervollen Passagen,wie diesen hier:
„Es kam mir vor,als wäre ich einem Traum nachgereist,der sich in die vielen Träume einreiht,von denen die meisten so rasch vergehen,dass kaum Zeit bleibt Ihnen einen Namen zu geben.Einer der Träume,die länger bleiben,heißt Heimat,auch wenn dieses Wort über die Jahrhunderte mit so unterschiedlichen Bedeutungen verwendet wurde,dass es sich fast gänzlich aufgelöst hat.
Ich hatte dieses Wort gehütet und mit mir herumgetragen und hatte es verloren geglaubt,als ich dort ankam,wo ich es vermutete.“(S.103)
Es ist ein ruhiger Roman,wo die Handlung in den Hintergrund rückt und viel Platz für Gefühle gelassen wurde.Wer einen Pageturner erwartet,wird hier enttäuscht sein.
Doch wer sich auf diesen Roman einlässt wird mit einem poetischen Werk belohnt,dass einen im Inneren berührt.
Sine reist mit ihrem Vater in ihre alte Heimat nach Michelsberg in Siebenbürgen.Grund dafür ist der Tod von Sines Großmutter Agneta.
Dort angekommen wird sie von einer Vielzahl an Gefühlen und Erinnerungen überflutet,sei es durch den Ort selbst,durch die Natur,oder die Einwohner.
Auch ihrer verstorbenen Großmutter fühlt sich Sine so nah wie schon lange nicht mehr.
Überwältigt von ihren Eindrücken stellt Sine sich die Frage,was ihre Herkunt und Identität ausmacht und warum sie diese längst überfällige Reise nicht schon früher angetreten ist.
Iris Wolff entführt uns in die geschichts-und traditionsreiche Region Siebenbürgens in Rumänien.
Für mich ist dieser Landstrich im Osten Europas relativ unbekannt und doch konnte ich mich als Spätaussiedlerin Schlesiens mit Sine und ihrer romanumfassenden Auseinandersetzung mit ihrer Heimat und Indentität identifizieren.
Glaubhaft und in einer einfühlsamen poetischen Sprache beschreibt die Autorin Sines Sinneseindrücke der alten Heimat und welche Gefühle diese Reise in ihr auslöst.Die Erzählung lebt von den starken Landschaftsbildern und vielen wundervollen Passagen,wie diesen hier:
„Es kam mir vor,als wäre ich einem Traum nachgereist,der sich in die vielen Träume einreiht,von denen die meisten so rasch vergehen,dass kaum Zeit bleibt Ihnen einen Namen zu geben.Einer der Träume,die länger bleiben,heißt Heimat,auch wenn dieses Wort über die Jahrhunderte mit so unterschiedlichen Bedeutungen verwendet wurde,dass es sich fast gänzlich aufgelöst hat.
Ich hatte dieses Wort gehütet und mit mir herumgetragen und hatte es verloren geglaubt,als ich dort ankam,wo ich es vermutete.“(S.103)
Es ist ein ruhiger Roman,wo die Handlung in den Hintergrund rückt und viel Platz für Gefühle gelassen wurde.Wer einen Pageturner erwartet,wird hier enttäuscht sein.
Doch wer sich auf diesen Roman einlässt wird mit einem poetischen Werk belohnt,dass einen im Inneren berührt.