Poetische Sprache
Würde ich Schülern zeigen wollen, was einen poetischen, einzigartigen Schreibstil ausmacht, wie ein Text menschliche Empfindungen, die Natur und das Dorfleben lebendig werden lässt, würde ich „Halber Stein“ als Beispiel wählen. @autorin_iris_wolff erzählt mit großer sprachlicher Gewalt und lässt damit phantastische Kopfbilder entstehen.
Im Mittelpunkt ihres Romans steht Sine, die nach dem Tod ihrer Großmutter Agneta gemeinsam mit ihrem Vater, einem Maler, nach Siebenbürgen zurückkehrt, wo ihre Vergangenheit gefühlt wieder lebendig wird. Das Haus in Michelberg, in dem sie viele Sommer verbracht hat und das nun verkauft werden soll, ist Sehnsuchtsort und Sine, eine warme Erinnerung aus ihrer Kindheit. Sie selbst ist in Hermannstadt aufgewachsen ist, verbrachte aber viele Sommer im Haus ihrer Großmutter und genoss im Dorf die Begegnungen mit vertrauten Menschen, unter anderem mit ihrem Jugendfreund Julian.
Als roter Faden, ihm wahrsten Sinne des Wortes, zieht sich die große Liebe Agnetas durch den Roman, der Sine auf die Spur kommen mag. Das Buch lebt aber vorrangig von der ruhigen Auseinandersetzung mit Erinnerung, Herkunft, der Dynamik und Zeichnung von Menschen innerhalb einer Gemeinschaft, dem Verlust eines Ortes und Entscheidungen für die Zukunft. Denn während Sine über ihre Kindheit in Siebenbürgen und ihre spätere Ankunft in Deutschland nachdenkt, steht sie zugleich an einem Punkt, an dem sie entscheiden muss, wie sie ihr Leben fortan gestalten möchte.
Gerade vor dem Hintergrund meiner Arbeit mit vielen jungen Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten oder bewusst hinter sich ließen, halte ich dieses Buch für einen wertvollen Beitrag zur Identitätsfindung. Die poetische Sprache und die eingehenden Naturbeschreibungen verleihen dem Roman Tiefe, auch wenn die Ausführlichkeit phasenweise Geduld verlangt.
Im Mittelpunkt ihres Romans steht Sine, die nach dem Tod ihrer Großmutter Agneta gemeinsam mit ihrem Vater, einem Maler, nach Siebenbürgen zurückkehrt, wo ihre Vergangenheit gefühlt wieder lebendig wird. Das Haus in Michelberg, in dem sie viele Sommer verbracht hat und das nun verkauft werden soll, ist Sehnsuchtsort und Sine, eine warme Erinnerung aus ihrer Kindheit. Sie selbst ist in Hermannstadt aufgewachsen ist, verbrachte aber viele Sommer im Haus ihrer Großmutter und genoss im Dorf die Begegnungen mit vertrauten Menschen, unter anderem mit ihrem Jugendfreund Julian.
Als roter Faden, ihm wahrsten Sinne des Wortes, zieht sich die große Liebe Agnetas durch den Roman, der Sine auf die Spur kommen mag. Das Buch lebt aber vorrangig von der ruhigen Auseinandersetzung mit Erinnerung, Herkunft, der Dynamik und Zeichnung von Menschen innerhalb einer Gemeinschaft, dem Verlust eines Ortes und Entscheidungen für die Zukunft. Denn während Sine über ihre Kindheit in Siebenbürgen und ihre spätere Ankunft in Deutschland nachdenkt, steht sie zugleich an einem Punkt, an dem sie entscheiden muss, wie sie ihr Leben fortan gestalten möchte.
Gerade vor dem Hintergrund meiner Arbeit mit vielen jungen Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten oder bewusst hinter sich ließen, halte ich dieses Buch für einen wertvollen Beitrag zur Identitätsfindung. Die poetische Sprache und die eingehenden Naturbeschreibungen verleihen dem Roman Tiefe, auch wenn die Ausführlichkeit phasenweise Geduld verlangt.