Poetischer Roman über Familie, Heimat und Identität

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Halber Stein von Iris Wolff erzählt die Geschichte von Sine, die nach dem Tod ihrer Großmutter Agneta an den Ort ihrer Kindheit nach Siebenbürgen zurückkehrt. Dort wird sie mit Erinnerungen, den Erzählungen der Dorfbewohner und der Wiederbegegnung mit ihrem Kindheitsfreund Julian konfrontiert – und begibt sich auf eine leise, intensive Suche nach Herkunft, Identität und Zugehörigkeit.

Der Roman ist ruhig und poetisch erzählt. Besonders die Landschaft Siebenbürgens wird sehr bildhaft beschrieben und schafft eine melancholische, dichte Atmosphäre. Anfangs empfand ich den Schreibstil etwas zäh, doch mit der Zeit hat mich die Geschichte emotional sehr berührt. Die Entwicklung von Sine und ihre Auseinandersetzung mit der Vergangenheit sind einfühlsam und glaubwürdig dargestellt.

Das Erzähltempo ist gemächlich und ohne große Spannung, was nicht jedem gefallen wird. Wer sich jedoch auf die leise Erzählweise einlässt, wird mit einer tiefgehenden und nachdenklichen Geschichte belohnt, die lange nachwirkt.

Fazit: Ein stiller, poetischer Roman über Familie, Heimat und Identität, der durch seine Sprache und Atmosphäre überzeugt.