Sehnsucht
Im Mittelpunkt des Romans steht die junge Erzählerin Friedesine, die nach dem Tod ihrer Großmutter erstmals seit über 20 Jahren in das siebenbürgische Heimatdorf ihrer Familie zurückkehrt. Dort wird sie von Erinnerungen an ihre Kindheit, an das Haus und den Garten ihrer Großmutter sowie an vertraute Menschen eingeholt. Besonders die Begegnung mit ihrem Kindheitsfreund Julian verstärkt ihre Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Zugehörigkeit.
Iris Wolff erzählt ruhig, poetisch und mit großer sprachlicher Feinfühligkeit. Landschaft, Natur und Atmosphäre Siebenbürgens werden bildreich und detailgenau geschildert und erzeugen eine melancholische, ruhige Stimmung. Das gemächliche Erzähltempo verzichtet bewusst auf Spannung im klassischen Sinn, eröffnet aber Raum für Emotionen und Reflexion. Anfangs wirkte der Erzählstil auf mich etwas langsam, doch die Geschichte entfaltet nach und nach eine nachhaltige und emotionale Tiefe.
Halber Stein ist ein stiller, berührender Roman über Familie, Erinnerung und Identität. Wer sich auf die leise Erzählweise einlässt, wird mit einer intensiven und lange nachwirkenden Leseerfahrung belohnt.
Iris Wolff erzählt ruhig, poetisch und mit großer sprachlicher Feinfühligkeit. Landschaft, Natur und Atmosphäre Siebenbürgens werden bildreich und detailgenau geschildert und erzeugen eine melancholische, ruhige Stimmung. Das gemächliche Erzähltempo verzichtet bewusst auf Spannung im klassischen Sinn, eröffnet aber Raum für Emotionen und Reflexion. Anfangs wirkte der Erzählstil auf mich etwas langsam, doch die Geschichte entfaltet nach und nach eine nachhaltige und emotionale Tiefe.
Halber Stein ist ein stiller, berührender Roman über Familie, Erinnerung und Identität. Wer sich auf die leise Erzählweise einlässt, wird mit einer intensiven und lange nachwirkenden Leseerfahrung belohnt.