sentimentaler Rückblick

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Das Buch Halber Stein von Iris Wolff handelt von Friedesine, einer jungen Frau, die als Kind von Siebenbürgen nach Deutschland ausgewandert ist. Auf Grund der Beerdigung ihrer Großmutter kehrt sie in ihre Heimat zurück und legt verschüttete, alte Erinnerungen frei. Durch die noch lebenden Bekannten ihrer Großmutter taucht sie tief in deren Geschichte ein. Durch die vielen, ausladenden Beschreibungen von Häusern, Gärten und der umgebenden Landschaft ermüdet mich der Schreibstil. Sehr sentimental und melancholisch, wahrscheinlich eher für lesende Senioren geeignet, die vielleicht selbst noch Verbindungen zu vom zweiten Weltkrieg Geschädigten haben. Nur die kurzen Passagen , die sich mit der Geschichte der siebenbürgischen Sachsen beschäftigen, konnten mein Interesse wecken. Das eher altmodische Motiv des Einbands spricht wohl auch eher älter an.